Tieridentifikation im Vergleich

Schweinehaltung aktuell

Die Verluste bei allen Ohrmarken lagen zwischen 3,5 und 11,5 Prozent.
Foto: agrarfoto

An über 1 500 Tieren wurde die Rückverfolgbarkeit verschiedener Identifikationsmöglichkeiten für Schweine getestet. Verglichen wurden Plastik-Ohrmarken, elektronische Ohrmarken und Transponderinjektate. Die Kennzeichnung der Schweine erfolgte mit dem Absetzen. Die Lesbarkeit wurde bei der Schlachtung erfasst.
Rückverfolgbarkeit der Injektate ist am besten
Die Verluste bei allen Ohrmarken lagen zwischen 3,5 und 11,5 Prozent. Die Lesefehler bei den elektronischen Ohrmarken lagen zudem bei 0,6 bis 1,1 Prozent. Bei den Transponderinjektate kam es zu keinerlei Lesefehlern. 89 Prozent der Transponder wurden bei der Schlachtung gefunden, 11 Prozent gingen verloren (auf den Boden), kein Transponder verblieb im Schlachtkörper. Im Ergebnis war die Rückverfolgbarkeit der Injektate (98,2 Prozent) wesentlich besser als die der elektronischen Ohrmarken (84,5 bis 91,4 Prozent). Die der Plastik-Ohrmarken lag bei 95,7 Prozent. Fazit: Die Injektion von Transpondern trägt am besten dazu bei, Informationsverluste in der Produktionskette zu vermeiden. Gelesen von Stephanie Knoop in Journal of Animal Science No. 2, 2007