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Rangordnung hat keinen Einfluss auf Schwanzbeißen

Sowohl rangniedere als auch ranghohe Tiere sind betroffen

Bei den bisherigen Untersuchungen zum Schwanzbeißen wurden bereits viele Einflussfaktoren untersucht. Bislang gab es keine Information, ob die Rangordnung bei der Entstehung eine Rolle spielt. Sabine Heckmann, Reiner Männl, LLH, und Steffen Hoy, Uni Gießen, haben analysiert, ob es Unterschiede beim Schwanzbeißen zwischen ranghohen und rangniederen Tieren gibt.

Bewegungsbuchten im Abferkelstall

Worauf ist bei Planung und Einbau zu achten?

Am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Schweinehaltung (LVFZ) der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Schwarzenau werden seit 2014 Bewegungsbuchten im Abferkelbereich eingesetzt. Zur Beurteilung der Buchten im praktischen Einsatz wurden umfangreiche Daten im Rahmen eines entsprechenden Versuchs erhoben.

Lebendmasseentwicklung der tragenden Sauen kontrollieren

Zuchtsauen sollten über 30 bis 35 kg Körperfett verfügen

In der Sauenhaltung stellen Tierwägungen eine empfehlenswerte Maßnahme des Herdenmanagements dar. Der Massezuwachs der graviden Muttertiere beeinflusst maßgeblich deren Futteraufnahme in der Säugezeit, die laktationsbedingten Konditionsverluste und nachfolgenden Leistungen. Besonderes Augenmerk verdienen dabei die Sauen der Wurfnummern 1 und 2, wie Johannes Hilgers, Schweinevermarktung Rheinland (SVR), Sonsbeck, und Prof. Uwe Hühn, Wölfershausen, erläutern.

Komfortliegefläche oder Liegekomfort?

Annahme der Liegefläche hängt von Struktur und Temperatur ab

Komfortliegeflächen in der Schweinehaltung stehen ganz oben auf der Wunschliste der Tierschützer und sind deshalb unter anderem Bestandteil der investiven Förderung. Die Umsetzung der Vorgaben in sinnvolle Haltungskonzepte ist aber eine große Herausforderung, wie Dr. Eckhard Meyer, LfULG, Köllitsch, im Folgenden ausführt.

Den Aufzuchtferkeln den Start erleichtern

Mit Reinlecithin die Fettverdauung verbessern

Die Ferkelaufzucht stellt eine große Herausforderung in ferkelerzeugenden Betrie-ben dar. Sie müssen sich gerade in dieser sensiblen Phase vielen großen Herausforderungen stellen. Neben dem Verlust der Muttersau werden die Ferkel in den meisten Betrieben sortiert, um sie nach Gewichtsgruppen einzuteilen. Dadurch können je nach Gewichtsklasse angepasste Futterkurven gefahren werden, um alle Ferkel adäquat zu versorgen. Gleichzeitig kann die Einsatzmenge von teuren Futtermitteln reduziert werden, indem schwerere Tiere nicht nach Alter, sondern nach Gewicht auf die nächste Futtersorte umgestellt werden können. Was noch getan werden kann, um den Ferkeln das Absetzen zu erleichtern, erläutert Dr. Onno Burfeind, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, im Folgenden.

Gegen Sommerhitze vorbauen

Schon beim Stallbau gibt es einiges zu beachten

Die größte Hitze scheint vorbei zu sein, doch Wärmeperioden im Sommer sind auch in den kommenden Jahren immer wieder zu erwarten. Schweine können überschüssige Wärme schlecht loswerden. Eine unzureichende Futteraufnahme, nicht zufriedenstellende Leistungen und steigende Tierverluste können die Folge sein. Hochtragende Sauen und schwere Mastschweine sind am stärksten gefährdet. Um vorzubeugen, ist eine exakte Planung bereits beim Stallbau notwendig, aber auch das Management der Bestände kann helfen. Worauf zu achten ist, erläutert Dr. Eckhard Meyer, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Köllitsch.

Keine Wirkung auf das Schwanzbeißgeschehen

Futterzusatzstoff aus Pflanzenextrakten bei Ferkeln geprüft

Eine gesunde Darmflora und damit einhergehende effiziente Futterverwertung sind wesentliche Ziele in der Aufzucht von Ferkeln. Um dem näherzukommen, wurde ein Futterzusatzstoff entwickelt, der die Futteraufnahme fördern und eine gesunde Darmflora sowie die Entwicklung der Darmzotten unterstützen soll.

Mehr Bewegung für die Sau

Ergebnisse zu Bewegungsbuchten aus mehreren Versuchsanstalten

Die Diskussion um das Tierwohl in der Schweinehaltung macht nicht beim Kastenstand im Deckzentrum halt, sondern erstreckt sich auch auf die Haltung der Sauen im Abferkelstall. Ob die Fixierung im Ferkelschutzkorb, die bisher das System der Wahl darstellt, weiter gesetzeskonform bleiben wird, oder ob andere Systeme mit zumindest zeitweisem Freilauf der Sau gefordert werden, ist ungewiss. Daher herrscht bei Sauenhaltern, die ihren Abferkelstall umbauen müssen, oder neu bauen wollen, große Unsicherheit. Im Folgenden stellt Dr. Manfred Weber, Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, Iden, die wichtigsten Ergebnisse aus Untersuchungen zum System Bewegungsbucht dar.

Richtig besamen – aber wie?

Besamungsmonitoring deckt Probleme auf

In einigen sauenhaltenden Betrieben gibt es noch Reserven zur Verbesserung der Fruchtbarkeitsleistung. Steffen Gümbel und Prof. Steffen Hoy, Universität Gießen, haben in einem solchen die Durchführung der Besamungen überprüft und einen Leistungssprung nach der Umsetzung ihrer Vorschläge zur Optimierung der künstlichen Besamung erreicht.

Nottöten von Saugferkeln: CO2-Box ist gute Alternative

Verfahren am LVZ Futterkamp im Praxiseinsatz getestet

Am Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp (LVZ) in Schleswig-Holstein wird für das Nottöten von Saugferkeln schon seit längerem mit einer CO2-Box gearbeitet. Hierbei brauchen die Ferkel nicht entblutet zu werden. Über die Erfahrungen berichtet Dr. Onno Burfeind von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

10 Prozent Leguminosen sind in der Aufzucht kein Problem

Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen in Rationen geprüft

In der Fütterung von Schweinen ist man in hohem Maße auf Eiweißfuttermittelimporte angewiesen. Eine Möglichkeit, die Abhängigkeit von Importen zu verringern, ist der Anbau heimischer Eiweißfuttermittel wie zum Beispiel Körnerleguminosen. Das Verfüttern höherer Mengen von Körnerleguminosen insbesondere an Ferkel wird jedoch immer noch kritisch gesehen. Deshalb wurden in einem Ferkelfütterungsversuch bis zu 10 Prozent Erbsen, Ackerbohnen und blau blühende Süßlupinen jeweils ergänzt mit Sojaextraktionsschrot in der Ration getestet. Wolfgang Preißinger, Günther Propstmeier und Simone Scherb von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft stellen die Ergebnisse vor.

Weniger Gülle bei eiweißreduzierter Fütterung

Gülleanfall bei unterschiedlicher Proteinversorgung untersucht

Die Eiweißversorgung der Mastschweine wirkt sich auch auf die Höhe des Gülleanfalls aus. Wenn die Schweine weniger überschüssiges Rohprotein über die Leber entgiften müssen, entlastet das den Stoffwechsel und die Tiere nehmen weniger Wasser auf. Eine Reduzierung des Eiweißgehaltes um 1 Prozentpunkt soll die Güllemenge um 5 Prozent senken. Diese Zahlen werden immer wieder angeführt, wenn es um die Möglichkeiten geht, den Gülleanfall zu vermindern. Doch lässt sich diese Reduzierung im Stall nachweisen? Andrea Meyer und Wolfgang Vogt von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen prüften diese These in einem Mastversuch und berichten über die Ergebnisse.