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Schlachtschweinepreise auf dem Höhepunkt

Weihnachtsgeschäft und Asienexport feuern Nachfrage an

Die außergewöhnliche Situation am Schweinemarkt hat die Erzeugerpreise in vielen Ländern der Europäischen Union in der vergangenen Woche auf ein neues Jahreshoch klettern lassen; oft wurde das höchste Notierungsniveau für Schlachtschweine seit der Jahrtausendwende erreicht. Grund ist, dass die durch das Weihnachtsgeschäft und den Chinaexport angefeuerte Schweinefleischnachfrage auf ein meist zu geringes Lebendangebot trifft.

Bio-Schweine: Nachfrage 2019 leicht gebremst

Aktuelles zum Bio-Schwein von einer Tagung in den Niederlanden

Vergangene Woche fand die vom Aktionsbündnis Bioschweinehalter Deutschland und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ausgerichtete Bio-Schweine-Tagung auf Einladung der Vereinigung Biologische Varkenshouders im niederländischen Almen statt. Von der Veranstaltung, an der über 80 Landwirte, Berater und Vermarkter aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Luxemburg und Frankreich teilnahmen, berichtet Christian Wucherpfennig von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Mehr Arbeit und weniger Tierschutz

Freie Abferkelbuchten verursachen zusätzlichen Arbeitsaufwand

Über die hohen Ferkelverluste in Freilaufbuchten wurde bereits in LW-Ausgabe 34 berichtet. Es gibt aber weitere Nachteile: Die Ferkel erkranken häufiger und auch die Sauen sind öfter verletzt als in herkömmlichen Abferkelbuchten. Das nimmt auch Einfluss auf den Arbeitszeitbedarf. Prof. Steffen Hoy und Dr. Edina Hickl berichten darüber.

Forscher wollen Fleischprodukte ohne Ebergeruch produzieren

Enzymatischer Abbau von Ebergeruch-Substanzen

Mit einem innovativen Ansatz wollen Forscher den Ebergeruch bei der Herstellung von Wurstwaren vermeiden. Wie das federführende Max Rubner-Institut (MRI) am Dienstag vergangener Woche mitteilte, zielt das Anfang August begonnene Projekt „Enzymatischer Abbau von Ebergeruch-Substanzen während der Herstellung von Fleischprodukten“ darauf ab, eine Neutralisierung der Geruchskomponenten während der Brühwurstproduktion zu erreichen.

Pelletierte Melasseschnitzel reduzieren Schwanzbeißen

Fütterungsversuch bei Aufzuchtferkeln ergab positiven Effekt

Im Rahmen der Diskussion um den Verzicht auf das Schwanzkupieren werden auch Fütterungsmaßnahmen angeführt, durch welche sich das Fehlverhalten vermindern lassen soll. Der Fokus liegt auf der Gabe faserreicher Futtermittel in einen separaten Trog beziehungsweise auf den Boden.

Welches Zink in Rationen für Aufzuchtferkel einsetzen?

Versuch mit Standard- und potenziertem Zinkoxid durchgeführt

ink kommt natürlicherweise in Futterpflanzen für Schweine vor. Ohne mineralische Ergänzung würde der Zinkgehalt in üblichen Ferkelfuttermischungen etwa 30 bis 40 mg pro kg betragen. Die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie gibt eine Empfehlung von 80 bis 100 mg Zink pro kg Futtertrockenmasse für Ferkel an. Zink ist ein essenzielles Spurenelement und spielt eine Hauptrolle in vielen biologischen Prozessen, einschließlich der Genregulation.

Angepasste Fütterung reduziert Nährstoffausstoß

Rohproteinabsenkung ohne Leistungsverlust möglich

Die Verschärfung der Düngeverordnung wird dazu führen, dass Landwirte weniger N und P auf ihren Flächen ausbringen dürfen. Besonders Veredlungsbetriebe werden von den Regelungen betroffen sein und müssen mit effektiven Maßnahmen Betriebsabläufe optimieren. Ein Schlüssel liegt in der nährstoffangepassten Fütterung. Dr. Onno Burfeind, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, hat einen Fütterungsversuch dazu durchgeführt.

Mehr Tierwohl im Schweinestall wagen

Praktiker berichten über ihre Erfahrungen

Welche Maßnahmen sind geeignet, um mehr Tierwohl in bestehenden Schweineställen zu ermöglichen? Welche Stall- und Fütterungskonzepte sind gefragt, um ferkelführende Sauen in Gruppen oder Schweine mit Ringelschwanz zu halten? Beim dritten Fachgespräch der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz in Bonn berichteten Praktiker und Berater über ihre Erfahrungen in den verschiedenen Netzwerken.

Wie geht es weiter mit der Schweinehaltung?

Beratertagung Forum Schwein in Bad Hersfeld

Aktuelle Themen rund um die Schweinehaltung wurden vergangene Woche auf der zweittägigen Beratertagung Forum Schwein in Bad Hersfeld besprochen. Zunehmende Auflagen und Erschwernisse bei der Schweinehaltung sorgten für Planungsunsicherheit und in der Folge auch für Betriebsaufgaben, sagte Veranstaltungsleiter Dr. Jörg Bauer vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.

Langschwänze zu halten, ist eine Herausforderung

Erkenntnisse aus acht Jahren Versuche mit unkupierten Ferkeln

Vor acht Jahren wurden im Versuchsstall des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums in Schwarzenau der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft die ersten Ferkel mit ungekürztem Schwanz von den Muttersauen abgesetzt und in konventionelle Aufzuchtbuchten eingestallt. Das Projekt dauert bis heute an.

Regierung erwartet weltweit steigende Schweinefleischnachfrage

Verbrauch soll um 8 Prozent auf 128,8 Mio. t im Jahr 2028 steigen

Die Bundesregierung geht für die nächsten zehn Jahre von einer global wachsenden Schweinefleischnachfrage aus. Sie beruft sich dabei auf eine aktuelle Prognose der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Demnach soll der Schweinefleischverbrauch von 119,4 Mio. t im Mittel der Jahre 2016 bis 2018 um 8 Prozent auf 128,8 Mio. t im Jahr 2028 steigen.

Freie Abferkelung ist nicht praxisreif

Ferkelverluste zu hoch – Untersuchungen auf dem Eichhof

Im aktuellen Entwurf des Bundesministeriums für eine Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ist vorgesehen, die fixierte Haltung der Sau (in einer Bewegungsbucht) auf 5 Tage zu verkürzen und der Sau eine uneingeschränkt nutzbare Bodenfläche von mindestens 5 m² zur Verfügung zu stellen, damit die Sau sich ungehindert umdrehen kann.