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Mehr Bewegung für die Sau

Ergebnisse zu Bewegungsbuchten aus mehreren Versuchsanstalten

Die Diskussion um das Tierwohl in der Schweinehaltung macht nicht beim Kastenstand im Deckzentrum halt, sondern erstreckt sich auch auf die Haltung der Sauen im Abferkelstall. Ob die Fixierung im Ferkelschutzkorb, die bisher das System der Wahl darstellt, weiter gesetzeskonform bleiben wird, oder ob andere Systeme mit zumindest zeitweisem Freilauf der Sau gefordert werden, ist ungewiss. Daher herrscht bei Sauenhaltern, die ihren Abferkelstall umbauen müssen, oder neu bauen wollen, große Unsicherheit. Im Folgenden stellt Dr. Manfred Weber, Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt, Iden, die wichtigsten Ergebnisse aus Untersuchungen zum System Bewegungsbucht dar.

Richtig besamen – aber wie?

Besamungsmonitoring deckt Probleme auf

In einigen sauenhaltenden Betrieben gibt es noch Reserven zur Verbesserung der Fruchtbarkeitsleistung. Steffen Gümbel und Prof. Steffen Hoy, Universität Gießen, haben in einem solchen die Durchführung der Besamungen überprüft und einen Leistungssprung nach der Umsetzung ihrer Vorschläge zur Optimierung der künstlichen Besamung erreicht.

Nottöten von Saugferkeln: CO2-Box ist gute Alternative

Verfahren am LVZ Futterkamp im Praxiseinsatz getestet

Am Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp (LVZ) in Schleswig-Holstein wird für das Nottöten von Saugferkeln schon seit längerem mit einer CO2-Box gearbeitet. Hierbei brauchen die Ferkel nicht entblutet zu werden. Über die Erfahrungen berichtet Dr. Onno Burfeind von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

10 Prozent Leguminosen sind in der Aufzucht kein Problem

Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen in Rationen geprüft

In der Fütterung von Schweinen ist man in hohem Maße auf Eiweißfuttermittelimporte angewiesen. Eine Möglichkeit, die Abhängigkeit von Importen zu verringern, ist der Anbau heimischer Eiweißfuttermittel wie zum Beispiel Körnerleguminosen. Das Verfüttern höherer Mengen von Körnerleguminosen insbesondere an Ferkel wird jedoch immer noch kritisch gesehen. Deshalb wurden in einem Ferkelfütterungsversuch bis zu 10 Prozent Erbsen, Ackerbohnen und blau blühende Süßlupinen jeweils ergänzt mit Sojaextraktionsschrot in der Ration getestet. Wolfgang Preißinger, Günther Propstmeier und Simone Scherb von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft stellen die Ergebnisse vor.

Weniger Gülle bei eiweißreduzierter Fütterung

Gülleanfall bei unterschiedlicher Proteinversorgung untersucht

Die Eiweißversorgung der Mastschweine wirkt sich auch auf die Höhe des Gülleanfalls aus. Wenn die Schweine weniger überschüssiges Rohprotein über die Leber entgiften müssen, entlastet das den Stoffwechsel und die Tiere nehmen weniger Wasser auf. Eine Reduzierung des Eiweißgehaltes um 1 Prozentpunkt soll die Güllemenge um 5 Prozent senken. Diese Zahlen werden immer wieder angeführt, wenn es um die Möglichkeiten geht, den Gülleanfall zu vermindern. Doch lässt sich diese Reduzierung im Stall nachweisen? Andrea Meyer und Wolfgang Vogt von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen prüften diese These in einem Mastversuch und berichten über die Ergebnisse.

Schweinekadaver richtig lagern

Hygiene ist oberstes Gebot

In Deutschland werden durch das Gesetz zur Beseitigung von Tierischen Nebenprodukten und den dazugehörigen Verordnungen alle tierseuchen- und hygienerechtlichen Bedingungen für die Lagerung, Abholung, Beförderung sowie Behandlung und Verarbeitung von Kadavern geregelt. Hinzu kommen Anforderungen, die zusätzlich beispielsweise von der Initiative Tierwohl...

Schlachtschweinepreis steigt wieder in Deutschland

Knappes Schweineangebot und lebhaftere Nachfrage

Am deutschen Schlachtschweinemarkt scheint die Phase schwächerer Preise vorüber zu sein. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hob am Mittwoch vergangener Woche ihre Leitnotierung um 5 Cent auf 1,42 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) an. In den Wochen zuvor hatten die großen Schlachtunternehmen wegen der aus ihrer Sicht unzureichenden Erlöse am Fleischmarkt die Notierung nach unten gedrückt.

Warum bleiben Sauen leer?

Fruchtbarkeitsprobleme systematisch angehen

Fruchtbarkeitsprobleme wie das wiederholte Umrauschen gehören zu den häufigsten Abgangsursachen von Sauen. Die Umrauschquoten in Spitzenbetrieben liegen bei etwa 5 Prozent. Bei einer Umrauschquote über 12 Prozent spricht man von einem Bestandsproblem und sollte den Ursachen auf den Grund gehen, wobei diese oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Wo hier genau hingeschaut werden sollte, erläutert Dr. Carolin Holling vom Schweinegesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Initiative Tierwohl startet neue Registrierungsphase

Schweinehalter können sich über Bündler registrieren lassen

Nach dem Start in die zweite Programmphase Anfang 2018 beginnt bei der Initiative Tierwohl (ITW) jetzt eine weitere zusätzliche Registrierungsphase für Schweinehalter. Wie die ITW am Donnerstag vergangener Woche mitteilte, können sich Betriebe, die Sauenhaltung, Ferkelaufzucht oder Mast betreiben, bis zum 6. Juli über einen Bündler registrieren lassen. Zur Anmeldung sind auch Betriebe zugelassen, die sich in der Vergangenheit abgemeldet haben oder ausgeschieden sind.

Schweine mögen hochwertige Böden

Betonspalten müssen vor Futtersäuren geschützt werden

Für eine tiergerechte Schweinehaltung spielt der Stallboden eine wichtige Rolle. Er sollte weder zu rutschig noch zu rau, weder zu warm noch zu kalt sein. Was bei der Planung und dem Einbau der Böden beachtet werden sollte, erläutert Christian Meyer von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp.

Leguminosen in Rationen für Rinder und Schweine einsetzen

Ergebnisse des bundesweiten Körnerleguminosen-Monitorings

Körnerleguminosen bieten Vorteile im Ackerbau und können gut als Eiweißkomponente in Rationen für Rinder und Schweine eingesetzt werden. Wie sich der Anbau entwickelt hat, welche Inhaltsstoffe im Schnitt erreicht werden und wie Leguminosen in Rationen eingeplant werden können, erläutert Dr. Manfred Weber von der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau, Iden.

VEZG-Notierung sinkt auf Hauspreisniveau

Große Schlachtbetriebe drücken Notierung um 3 Cent nach unten

Am deutschen Schweinemarkt ist es den größeren Schlachtunternehmen gelungen, den Erzeugerpreis für Schlachtschweine nach unten zu drücken. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) musste am Mittwoch vergangener Woche ihre Leitnotierung um 3 Cent auf 1,42 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) zurücknehmen. Das entsprach laut Marktbeobachtern dem Hauspreisniveau, mit dem Tönnies und Vion bereits zuvor versucht hatten, die VEZG-Preisempfehlung zu unterlaufen.