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Der Ödemkrankheit durch Züchtung vorbeugen

Gegen E. coli F 18 resistente Genetik aus der Schweiz

Escherichia coli-Bakterien des Fimbrientyps 18 sind der wichtigste Auslöser der Ödemkrankheit. Daneben können sie auch eine mögliche Ursache bei Absetzdurchfall sein. Die Bakterien heften sich mit ihren Fimbrien an spezielle Rezeptoren an der Darmwand und schütten dann ihre Toxine in die Blutbahn des Ferkels.

Langjährig erfolgreich mit Bio-Mastschweinen

Betrieb in Calden im Rahmen der Bioschweine-Tagung besucht

Fritz Hold stellte seinen in Calden-Obermeiser in Hessen gelegenen Betrieb 2006 auf ökologische Wirtschaftsweise um und hält aktuell 950 Bio-Mastschweine. Für einen Teil der Tiere wurde ein bestehendes Gebäude umgebaut und mit teilüberdachten Ausläufen ausgestattet, um den Anforderungen der EU-Bio-VO nach mehr Fläche und Außenklimareizen zu entsprechen.

Markt für Bioschweine ist in Bewegung

Tagung zur Bioschweine-Haltung in Hofgeismar mit Exkursionen

Fast 90 Landwirte, Berater und Vermarkter aus ganz Deutschland und den Niederlanden diskutierten bei einer Tagung vergangene Woche in Hofgeismar aktuelle Entwicklungen am Bio-Schweinemarkt.

Auf den Ernstfall vorbereitet sein

Übung zur Afrikanischen Schweinepest in Bechenheim

Seitdem Mitte September die Afrikanische Schweinepest in Belgien in der Region Etalle nicht weit von der Grenze zu Deutschland bei Wildschweinen ausgebrochen ist, sind auch die Schweinehalter in Rheinland-Pfalz in Alarmbereitschaft. Im Landkreis Alzey-Worms wurde vergangene Woche für den Ernstfall geübt.

Pelletzulage verhindert das Schwanzbeißen nicht

Untersuchungen bei Absetzferkeln der Universität Gießen

Schwanzbeißen tritt weltweit in der Schweinehaltung auf. Bislang gibt es noch kein Mittel, um das Problem sicher zu unterbinden. Ina Jans-Wenstrup und Prof. Dr. Steffen Hoy haben untersucht, ob die Pellet-Zulage zum Futter helfen kann. Zugleich wurde eine große Zahl möglicher Einflussfaktoren geprüft.

Ferkelkastration: Jede Methode hat ihre Tücken

Tagung zeigt Vor- und Nachteile sowie Praxiserfahrungen

Nach aktuellem Stand des Tierschutzgesetzes endet die Frist für die bislang erlaubte betäubungslose Kastration von unter acht Tagen alten Ferkeln am 31. Dezember. Eine Fristverlängerung von zwei Jahren wurde von den Koalitionsspitzen von CDU und SPD vereinbart und ist auf einem guten Weg (siehe Seite 5). Die Übergangsfrist sollte genutzt werden, um praktikable Alternativen zur betäubungslosen Kastration zu finden. Daher hatte der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen vergangene Woche zu einer Fachtagung auf den Eichhof eingeladen, der zahlreiche Landwirte, Berater und Tierärzte folgten. Forschungsergebnisse zu dem Thema und die Erfahrungen von Praktikern mit der Ebermast, der Impfung mit Improvac, der Inhalations- und Injektionsnarkose sowie der Lokalanästhesie wurden präsentiert. In einem praktischen Teil wurde die Inhalations- und die Injektionsnarkose demonstriert.

Zähneschleifen von Saugferkeln – sinnvoll oder schädlich?

Erfordernis von Höhe und Konstanz der Milchmenge abhängig

Während der positive Effekt des Schwanzkürzens, um Schwanzbeißen zu verhindern, in vielen Studien nachgewiesen ist, wird über die Notwendigkeit des Zähneschleifens zum Schutz des Muttertieres und der Wurfgeschwister in Wissenschaft und Haltungspraxis nach wie vor diskutiert. Zusammen mit dem Schwanzkupieren wird das Schleifen der Eckzähne im Rahmen der Erstversorgung von neugeborenen Ferkeln durchgeführt.

Rangordnung hat keinen Einfluss auf Schwanzbeißen

Sowohl rangniedere als auch ranghohe Tiere sind betroffen

Bei den bisherigen Untersuchungen zum Schwanzbeißen wurden bereits viele Einflussfaktoren untersucht. Bislang gab es keine Information, ob die Rangordnung bei der Entstehung eine Rolle spielt. Sabine Heckmann, Reiner Männl, LLH, und Steffen Hoy, Uni Gießen, haben analysiert, ob es Unterschiede beim Schwanzbeißen zwischen ranghohen und rangniederen Tieren gibt.

Bewegungsbuchten im Abferkelstall

Worauf ist bei Planung und Einbau zu achten?

Am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Schweinehaltung (LVFZ) der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Schwarzenau werden seit 2014 Bewegungsbuchten im Abferkelbereich eingesetzt. Zur Beurteilung der Buchten im praktischen Einsatz wurden umfangreiche Daten im Rahmen eines entsprechenden Versuchs erhoben.

Lebendmasseentwicklung der tragenden Sauen kontrollieren

Zuchtsauen sollten über 30 bis 35 kg Körperfett verfügen

In der Sauenhaltung stellen Tierwägungen eine empfehlenswerte Maßnahme des Herdenmanagements dar. Der Massezuwachs der graviden Muttertiere beeinflusst maßgeblich deren Futteraufnahme in der Säugezeit, die laktationsbedingten Konditionsverluste und nachfolgenden Leistungen. Besonderes Augenmerk verdienen dabei die Sauen der Wurfnummern 1 und 2, wie Johannes Hilgers, Schweinevermarktung Rheinland (SVR), Sonsbeck, und Prof. Uwe Hühn, Wölfershausen, erläutern.

Komfortliegefläche oder Liegekomfort?

Annahme der Liegefläche hängt von Struktur und Temperatur ab

Komfortliegeflächen in der Schweinehaltung stehen ganz oben auf der Wunschliste der Tierschützer und sind deshalb unter anderem Bestandteil der investiven Förderung. Die Umsetzung der Vorgaben in sinnvolle Haltungskonzepte ist aber eine große Herausforderung, wie Dr. Eckhard Meyer, LfULG, Köllitsch, im Folgenden ausführt.

Den Aufzuchtferkeln den Start erleichtern

Mit Reinlecithin die Fettverdauung verbessern

Die Ferkelaufzucht stellt eine große Herausforderung in ferkelerzeugenden Betrie-ben dar. Sie müssen sich gerade in dieser sensiblen Phase vielen großen Herausforderungen stellen. Neben dem Verlust der Muttersau werden die Ferkel in den meisten Betrieben sortiert, um sie nach Gewichtsgruppen einzuteilen. Dadurch können je nach Gewichtsklasse angepasste Futterkurven gefahren werden, um alle Ferkel adäquat zu versorgen. Gleichzeitig kann die Einsatzmenge von teuren Futtermitteln reduziert werden, indem schwerere Tiere nicht nach Alter, sondern nach Gewicht auf die nächste Futtersorte umgestellt werden können. Was noch getan werden kann, um den Ferkeln das Absetzen zu erleichtern, erläutert Dr. Onno Burfeind, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, im Folgenden.