Besser hören mit Rotwein und Gemüse?

Die Antioxidanzien in Rotwein schützen die feinen Härchen im Innenohr vor freien Radikalen.
Foto: Brigitte Schregel/pixelio

Das Forscherteam um Dr. Jochen Schacht von der Universität Michigan in Ann Arbor fand heraus, dass Antioxidantien, die etwa als Resveratrol in Rotwein oder grünem Tee und anderen Getränken und Lebensmitteln enthalten sind, und der Wirkstoff Salicylat in Aspirin die feinen Härchen im Innenohr vor freien Radikalen schützen. Damit könne dem Entstehen von Hörproblemen entgegengewirkt werden. Die empfindlichen feinen Haare im Innenohr sind ein wesentlicher Bestandteil für gutes Hören. Freie Radikale, die im Lauf des Lebens durch ganz normale Stoffwechselprozesse vermehrt entstehen, aber auch durch intensiven Lärm oder starke Antibiotika, greifen sie an und mindern das Hörvermögen. Bei Patienten, die gleichzeitig Antibiotika und Salicylat einnahmen, bekamen nur drei Prozent Hörprobleme. Bei einer Vergleichsgruppe, die das Antibiotikum und ein Placebo bekamen, klagten 13 Prozent über Verminderung des Hörvermögens.
Hinweis: Wenn die Härchen im Innenohr bereits geschädigt sind, hilft weder Rotwein noch Aspirin. Diese Schäden sind unheilbar. Sie können aber mit Hörgeräten weitgehend ausgeglichen werden. dgk