Keine Nachteile durch Neugruppierung während der frühen Trächtigkeit

Foto: Big Dutchman

Physischer und psychischer Stress während der Einnistungsphase besamter Sauen wird als nachteilig für den Besamungserfolg und für die weitere Embryonenentwicklung gesehen. In Australien wurde eine Studie durchgeführt, bei der der Einfluss der Gruppierung bekannter und unbekannter Jungsauen nach der künstlichen Besamung untersucht werden sollte. Dafür wurden vier Versuchseinheiten mit je zwölf Jungsauen gebildet. Nach der künstlichen Besamung wurde die eine Sauengruppe in Kastenstände aufgestallt. Die restlichen Sauen wurden am 3./4. beziehungsweise 7./8. Trächtigkeitstag neu gruppiert oder kamen in ihre alte (bekannte) Gruppe zurück. Die Gruppengröße lag bei sechs Sauen mit einem Platzangebot von 2,4 m2/Sau. Am 26. Trächtigkeitstag wurde die Anzahl der Gelbkörper und Embryonen bestimmt. Ergebnis dieser Studie: Die Trächtigkeitsrate lag bei allen Versuchsgruppen um die 94 Prozent. Die Anzahl der Embryonen war ungeachtet der Gruppenzugehörigkeit relativ ähnlich (durchschnittlich 12,9 bis 14,1). In dieser Untersuchung hatte die Aufstallung in Kastenständen, neuen oder bekannten Gruppen keinen nachteiligen Effekt auf Entwicklung und Überlebensrate der Embryonen.
 
Manja Hofmann, aus Animal Reproduction Science 104 (2008), S. 382 bis 388