Grobes oder feines Futter einsetzen?

Schweinehaltung aktuell

Gröbere Futterpartikel begünstigen eine bessere Durchmischung des Nahrungsbreis und somit die Entwicklung von Milchsäurebakterien.
Foto: agrarfoto

In jüngster Zeit stellt sich oftmals die Frage, ob das Futter für Mastschweine und Absetzferkel nicht etwas gröber geschrotet werden kann, um auf diese Weise einen natürlichen Gegenspieler zu Salmonellen zu bekommen. Gröbere Futterpartikel begünstigen eine bessere Durchmischung des Nahrungsbreis und somit die Entwicklung von Milchsäurebakterien. Im Gegensatz dazu wird häufig gemeint, dass bei gröberem Futter die Verdaulichkeit und somit die Zunahmen negativ beeinflusst werden. An der LLFG Iden wurden an Mastschweinen Untersuchungen mit vier verschiedenen Futterstrukturen durch­geführt. Die Ergebnisse zeigten, dass die feine Futterstruktur zwar einen besseren Futteraufwand nach sich zog, dies aber statistisch nicht abgesichert wurde. Daher ist es sinnvoll, bei Salmonellendruck die Futterstruktur gröber zu wählen ohne größere Nachteile in den täglichen Zunahmen, Futteraufwand und Futteraufnahme zu haben.
Manja Hofmann aus Schweinezucht aktuell 32 (2008), S. 28 - 29