Dufte gemacht! Ein Topfgarten zum Schnuppern

Die Mischung macht's! Duft- und Zierpflanzen rücken zusammen: Lavendel und gelblaubiger Oregano teilen sich den Topf mit Blutweiderich. Dahinter im Beet stehen silberlaubiges Currykraut neben rosa Phlox und Hortensien, pinkfarbenem Bartfaden, violettblauer Duftnessel und weißen Schmucklilien.
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Die duftende Welt der Kräuter und Aromapflanzen lässt sich auch ohne großen Garten und viel Aufwand genießen. Statt eines separat angelegten Kräuterbeets können die liebsten und schönsten Aromapflanzen einfach nah am Haus und gut sichtbar gemeinsam mit Nichtduftern im Beet wachsen oder zusammen mit anderen dekorativen Zierpflanzen in Töpfen und Kübeln auf dem Balkon stehen. Denn die meisten Duftpflanzen riechen nicht nur verlockend, sondern können sich auch sehen lassen.

Duftpflanzen bis in Oktober hinein

Selbst wenn die vorhandenen Sommerblumen noch sehr gut aussehen, Platz für ein paar mehr Pflanzen findet sich auf jedem Balkon und jeder Terrasse. Man braucht nur eine dufte Idee und dann einen guten Riecher:
Duftpflanzen fühlen sich in der Sonne am Wohlsten. Sollen mehrere Aromaschönheiten zusammen wirken, lassen sich am besten Sonnenanbeter mit gleichen Ansprüchen kombinieren: Ähnlich viel Sonnenschein und Wasser brauchen beispielsweise würzig duftender Thymian, silberlaubiges Currykraut (Helichrysum) und der zart violette, nach Minze riechende Steinquendel (Calamintha nepeta): Alle mögen es sonnig warm und wollen durchlässigen und recht trockenen Boden.
Als dufte Kübelpflanzen für sonnige Terrassen und Balkone eignen sich außerdem die eindrucksvoll aufrechtwachsende Indianernessel (Monarda), die weiß oder rot blüht, und die violettblaue Duftnessel (Agastache). Beide sehen auch im September noch wunderschön aus und duften stark aromatisch. Sie bevorzugen nährstoffreiche und leicht feuchte Standorte.

Ein Hauch von Lavendel, Honig und Vanille ...

Einatmen und entspannen: Der Wohldufter Lavendel erinnert uns mit seinem unverwechselbaren Aroma an den letzten Urlaub in Südfrankreich.
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Eine der beliebtesten Duftpflanzen ist wohl der Lavendel. Er erinnert uns unwillkürlich an Südfrankreich, denn dort blühen im Sommer riesige Felder und aromatisieren die Umgebung mit ihrem unverwechselbar herben Duft. Der Schopflavendel (Lavandula stoechas) – sein Name kommt von den großen schopfartigen Scheinblüten, die aus den eigentlichen Blüten hervorragen – blüht länger als der herkömmliche Lavendel: bei guten Bedingungen sogar bis in den Oktober hinein. Dafür ist er im Winter etwas schutzbedürftiger. Im Duftgarten steht er gut neben Garten-Salbei und dem silberfilzigen Heiligenkraut (Santolina), denn sie alle bevorzugen einen warmen durchlässigen Platz und viel Sonne.
Selbst für den kleinen Balkonkasten gibt es pflegeleichte und duftende Sommerblumen, die jetzt im Spätsommer und teilweise bis in den Oktober hinein blühen. Hierzu zählen beispielsweise die Duftgeranie, die süßlich duftende blauviolette Vanilleblume (Heliotropium) und der nach Honig riechende Duftsteinrich (Lobularia). CMA