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Gemüseanbau erreicht 2008 Rekordumfang

Die ersten Ergebnisse der in diesem Jahr als Vollerhebung durchgeführten Gemüseanbauer­hebung des Statistischen Bundes­amtes lassen sowohl bezüglich der Anbaufläche als auch der Erntemenge Rekorde erwarten. Die Gemüseflächen wurden gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 112 000 ha erweitert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes bauen 560 rheinland-pfälzische Landwirte auf fast 17 700 ha Gemüse an. Damit hat sich innerhalb von 16 Jahren die Anbaufläche mehr als verdoppelt. Die Qualität verbessert sich, der Absatz steigt, und die Betriebe wachsen. Der Anbau von Salat und Spinat wuchs im ver­gangenen Jahr um weitere 11 Prozent auf 4 200 ha. Die Zwiebel- und Porreefläche ist um 12 Prozent auf 3 000 ha gestiegen. Die flächenmäßig bedeutendsten Gemüsearten der Pfalz sind Radieschen, Möhren, Blumenkohl, Bundzwiebeln, Feldsalat, Speise­zwie­beln und Spargel. In Hessen wird laut Statistischem Landesamt auf 7 100 ha Gemüse angebaut, vor allem Spargel, Kohlarten, Buschbohnen und Möhren.
Heimi­sches Obst und Gemüse hat beim Verbraucher generell ein gutes Image und auch der Ruf bei den Handelsketten ist, was die Rückstandsproblematik angeht, sehr gut. Die Betriebe spezialisieren sich und suchen individuelle Lösungen. So ist der große Erfolg der Spargel- und Erdbeerbörse in Karlsruhe zu erklären. Die Messe findet am 21. und 22. November zum 13. Mal statt. Eine erstaunliche Erfolgsstory, denn jedes Jahr wächst die Präsentationsfläche und die Zahl der Aussteller. Auch über Beerenobst und Freilandgemüse können sich die Besucher allumfassend informieren. Über 200 Aussteller präsentieren techno­­-lo­gische Verbesserungen und neue Trends. Für direktvermarktende Erzeuger gibt es viele Anre­gungen und auch das Weiterverarbeiten zu küchenfertiger Ware stößt auf großes Interesse. Lesen Sie auch ab S. 31.

Bettina Siée