Schweinemaststall gebaut

Tag der offenen Tür im Betrieb Schmitt in Ottrau-Bahnhof

Am Samstag, dem 21. Februar, findet von 10 bis 16 Uhr im Betrieb der Familie Schmitt, Ottrau-Bahnhof, anlässlich einer Maststallerweiterung ein Tag der offenen Tür statt.

In einer Bauzeit von sechs Monaten wurde die vorhandene Mastschweinehaltung um 1 080 Mastplätze in konventioneller Bau­aus­führung erweitert. Das Bauvorhaben der Familie Schmitt wurde gemeinsam mit dem HVL Alsfeld entwickelt und dem Architekturbüro Wiederhold umgesetzt. Der neue Stall besteht aus zehn Abteilen auf Vollspaltenboden mit jeweils vier Buchten, in die bis zu 27 Mastferkel aufgestallt werden können. Die Fütterung erfolgt über eine dreiphasige Trockenfütterung mit Breiautomaten, die in der Buchtentrennwand eingebaut sind.

Die Entlüftung erfolgt über eine Zentralabsaugung, die gegebenenfalls mit einem Wärmetauscher nachgerüstet werden kann. Die Zuluft wird ganzjährig über die Traufen in den komplett isolierten Dachraum eingeleitet. Dieser wird somit zur Konditionierung der Sommer und Winter-Zuluft genutzt. Die zusätzliche Isolationsebene der Dachhaut reduziert natürlich die som­merliche Wärmeeinleitung in das Gebäude. Die Isolation der Decke erfolgte durch das Aufbringen von mindestens 12 cm Zellulose, die einen U-Wert 0,32 erreicht. Dabei wurde auf eine Überdämmung der gesamten Ringanker geachtet.

Nach der Konditionierungsphase der Luft wird diese über Rieselkanäle in die Abteile eingeleitet. Eine grundsätzliche Vorheizung der Zuluft ist bei dieser Bauform nicht erforderlich. Die Abteile werden über Gasgebläseheizungen direkt beheizt. Die Gülle wird unter den Spalten gesammelt und über ein Wechselstausystem mit Flächenschieber in das Güllelager abgeleitet. Zusätzlich wurde eine Güllespül-Leitung unterflur eingebaut, um die restlose Entleerung der Kanäle sicherzustellen. Zur Stallreinigung wurde eine stationäre Einweichanlage eingebaut.

Familie Schmitt lädt alle Interessierten zu einem Besuch in der Zeit von 10 bis 16 Uhr nach 34633 Ottrau-Bahnhof ein. Stefan Reichel, hvl