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Die Vegetation sitzt in den Startlöchern

Nach einem kalten und dadurch vor allem für die Milchviehhalter mit ihren Kaltställen schwierigen Winter steigen nun endlich die Temperaturen: Die Vegetation sitzt in den Startlöchern. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Silagebereitung zu überdenken und Verbesserungen anzugehen. Nervenkitzel verspricht zum Beispiel in jedem Jahr die Frage nach dem Schnittzeitpunkt. Ist der Grasbestand in der Reifeentwicklung weit genug oder vielleicht schon fast zu weit für eine gute Silage? Setzt man streng auf Qualität oder wägt man ab zwischen Menge und Qualität? Ein probates Hilfsmittel, um dies besser einschätzen zu können, ist die Grünschnitt­ana­lyse des Landesbetriebes Land­wirtschaft Hessen (siehe Schwerpunkt Seite 20). Sie wird ab der letzten Aprilwoche wöchentlich an mehreren Standorten in Hessen durchgeführt und im Internet aktuell veröffentlicht. Die Ergebnisse geben wichtige Hinweise für den Siliertermin. In Rheinland-Pfalz gibt es bislang einen solchen Service nicht.

Je besser die Silage, desto weniger teure Zukauf-Eiweißfutter werden gebraucht. Deshalb lohnt es sich, einen Blick auf die Einflüsse der Eiweißqualität des Grases im Rahmen der Bestandsführung und Silagebereitung zu werfen. In einem Fachbeitrag des Schwerpunktes wird das Thema ausführlich behandelt.

Ein Beispiel für eine besonders gelungene Silagebereitung lesen Sie in einer Reportage über den Siegerbetrieb des hessischen Silagewettbewerbs in der Kategorie erster Schnitt. Gewonnen hat Martin Abel aus Hofbieber mit einer Grassilage, die Teil einer – in der Herstellung anspruchsvollen – Sandwichsilage ist. Er beschreibt, worauf er bei der Silierung besonderen Wert legt.

Marion Adams