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Na endlich, der Lenz ist da!

Fast konnte man glauben, der Winter will in diesem Jahr überhaupt nicht mehr weichen. Und obwohl Schnee und Frost kaum Schäden hinterlassen und fitte Bestände ins Frühjahr geschickt haben, wurde man doch langsam ungeduldig, denn die Befahr­barkeit der Flächen war für relativ lange Zeit zumindest eingeschränkt. Wegen des im Vergleich zu den letzten Jahren verzögerten Vegetationsbeginns war das aber bisher kein Beinbruch.
Jetzt, da sich endlich trockenes und wärmeres Wetter eingestellt hat, ist mit einem schnellen Vo­ranschreiten der Bestandesentwicklung zu rechnen, was den Rückstand schnell wieder wettmachen dürfte.
Welche Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter in dieser Saison im Vordergrund stehen werden, ist noch nicht ganz abzusehen; bis jetzt spricht aber einiges für ein nicht allzu hohes Befallsaufkommen. Überraschun­gen gibt es diesbezüglich aber immer wieder, denn nicht umsonst heißt es in der Landwirtschaft: Kein Jahr ist wie das andere. Und daher ist auch 2009 die ständige Kontrolle der Kulturen unerlässlich.
Aktuell steht die Bekämpfung von Käfern im Raps an, die jetzt in die Bestände einfliegen, und der Herbizideinsatz im Getreide, denn kleine Unkräuter sind besser zu fassen als große.
Paradebeispiel für schnelles Erkennen von Problemen und das unverzügliche Reagieren auf die aktuelle Situation ist die Anwendung von Herbiziden im Mais: hier spielt neben dem Unkrautaufkommen die Witterung eine zusätzliche Rolle. Ob man bei der Wirkstoffwahl auf boden- oder blattaktive Mittel setzen sollte, entscheidet sich – je nach Wetterbericht – kurzfristig nach der Saat. Mehr zu diesem Thema und beispielsweise zum Einsatz von Wachstumsreglern in Getrei­de lesen Sie in dieser Ausgabe.
Karsten Becker