Schweinefleisch kann ohne Probleme verzehrt werden

„Schweinegrippe“ nicht durch Fleischverzehr übertragbar

Die sogenannte „Schweinegrippe“ ist nicht durch den Verzehr von Schweinefleisch übertragbar. Dies teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mit und beruft sich dabei auf die Angaben des Bundesforschungsinstitutes für Tiergesundheit, das Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI).

Schweinefleisch kann bedenkenlos verzehrt werden - insbesondere wenn es über 70°C gegart wird.
Foto: Jens Bredehorn/pixelio

Die „Schweinegrippe“ hat in Mexiko und den USA bisher über 100 Todesfällen verursacht und ist inzwischen auch in Europa festgestellt worden. Die Situ­ation müsse beobachtet werden, Panik sei aber immer die falsche Reaktion, so das FLI. Der Verzehr von Schweinefleisch sei vollkommen unproblematisch. Der RLV hebt hervor, dass der Verbraucher keine zusätzlichen hygienischen Regeln beim Verzehr von Schweinefleisch beachten müsse.

Zudem ist die Bezeichnung „Schwei­negrippe“ nach Angaben des FLI irreführend. Denn hierbei handle es sich nicht um eine Tierseuche, sondern um eine Humaninfektion. Demnach werde das Virus durch Niesen, Husten, Händeschütteln von Mensch zu Mensch übertragen. Es handele sich um ein neues Influenza-Virus, das bisher weder bei Menschen noch beim Schwein festgestellt worden sei. Das Virus könne bereits vor einiger Zeit auf den Menschen übergegangen sein und sich dann so verändert haben, dass es von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, so das FLI.

Laut Robert-Koch-Institut wird für die Bevölkerung derzeit keine allgemeine Gefährdung durch die Schweinegrippe gesehen. Generell empfohlene persönliche Hygienemaßnahmen wie Händewaschen sollten aber be­sonders beachtet werden, insbesondere bei Kontakt zu Reise­rückkehrern aus betroffenen Regionen. rlv/LW