Wachstum mit Sahnehäubchen

Gesamtumsatz um 6,1 Prozent auf 202,5 Mio. Euro gestiegen

„In einem turbulenten und volatilen Branchenumfeld überaus erfreulich gewachsen“, so lautet das Fazit der Schwälbchen Molkerei AG für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008. Die mittelständische Privatmolkerei, die am 1. Dezember ihr 70-jähriges Jubiläum beging, erzielte bei nahezu gleicher Milchverarbeitung einen überdurchschnittlichen Umsatzanstieg und eine dazu überproportionale Ertragssteigerung. Und dies trotz allgemeiner Kaufzurückhaltung und großem Kostendruck auf den Milchmärkten, so eine Presseverlautbarung des Unternehmens.

Günter Berz-List, geschäftsführender Vorstand der Schwälbchen-Molkerei.
Foto: privat

„Zu den Erfolgsfaktoren zählten der weitere Ausbau der regionalen Marktführerschaft, die konsequente Markenführung mit einem erhöhten Marketingetat und vor allem die strenge Ein­­haltung des anerkannt hohen Qualitäts- und Frischeanspruchs. Auch wenn dies durch teurere Rohstoffe und Zutaten im Jahr 2008 mehr kostete“, so der geschäftsführende Vorstand der Schwälbchen-Molkerei, Günter Berz-List. Hinzu seien eine wirksame Vertriebsstrategie, flache Verwaltungshierarchien, effiziente Produktionsabläufe und eine kundenindividuelle Logistik gekommen. Die Milchverarbeitung der Schwälbchen-Gruppe, die die Harzmolkerei Wernigerode GmbH einschließt, lag mit 195,3 Mio. kg um 3,9 Prozent leicht unter Vorjahr.

Hochwertige Produkte

Dagegen sei der Umsatzanstieg bei der Schwälbchen AG um 5 Prozent auf 118,2 Mio. Euro zum einen auf die vorteilhafte Sortimentsstruktur mit den höherwertigen Produkten der Grünen Linie, dem Kaffeekaltgetränk Caffreddo und weiteren Milchspezialitäten zurückzuführen; zum anderen auf die im Jahresverlauf bei Konsum­milch noch relativ besseren Abgabepreise gegenüber anderen Milchverwendungen. Unter Einbezug der Harzmolkerei GmbH und der Schwälbchen Frischdienst GmbH, die im Großverbraucher-Handelssegment erfolgreich tätig war, hat der konsolidierte Gesamtumsatz sogar um 6,1 Prozent auf 202,5 Mio. Euro zugelegt, so das Unternehmen weiter.

Jahresüberschuss von 1,53 Mio. Euro

Eine bei der Schwälbchen AG über den Umsatzanstieg hinausgehende Ertragssteigerung zeigte die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ebenso, wie der hohe Auszahlungspreis an die Milcherzeuger (siehe ZMP-Milchpreisspiegel 2008 ab Seite 24). Deutlich überproportional zur Umsatz­steigerung legte der Jahresüber­schuss um 36,8 Prozent auf 1,53 Mio. Euro zu. Den Aktionären werden aus dem Bilanzgewinn der Schwälbchen AG 60 Cent Dividende je Aktie ausgezahlt. Das Investitionsvolumen habe bei 2,44 Mio. Euro gelegen. Auch vor dem Hintergrund der Finanzkrise sei die Finanzlage geordnet und die Liquidität jederzeit gewährleistet gewesen. LW