Zäune während der Weidesaison regelmäßig prüfen

Ist die Versicherung der Weidetiere noch ausreichend?

Ein sicherer Weidezaun und ein optimales Futterangebot sind die beste Gewähr für eine risikofreie Weidesaison. Die Einzäunung sollte stets im Verhältnis zum Schadenrisiko stehen. Das teilt die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft in einer Presseerklärung mit und gibt folgende Tipps.

Elektrozäune müssen regelmäßig überprüft werden. Direkt am Zaun wachsendes Gras kann die Zaunspannung herabsetzen und damit die Wirkung des Elektrozaunes vermindern.
Foto: Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Folgende Dinge sind beim Zaunbau zu beachten: Tierart, Tierkategorie (Milchkuh-, Mutterkuhherde mit Nachzucht), Risikobereich (Entfernung der Weide von Gefahrenquellen, zum Beispiel Autobahnen oder Bahnlinien). Damit ein Elektroweidezaun einwandfrei funktioniert, müssen Drähte mit möglichst geringem Widerstand verwendet werden. Denn Stromimpulse beeinflussen bei Lebewesen über die Nervenbahnen die Motorik – Berührungen können zu Herzrythmusstörungen führen.

Unfälle vor allem beim Einsatz von 230-Volt-Geräten

In den letzten Jahren ist es dabei immer wieder zu Unfällen gekommen. Sie ereigneten sich alle beim Einsatz von 230-Volt-Netzgeräten, die eine hohe Impulsenergie aufweisen. Um solch gefährliche Situationen zu vermeiden, sollten keine Weidezaungeräte mit mehr als fünf Joule Impulsenergie eingesetzt werden. An öffentlichen Wegen und Straßen müssen Hinweisschilder an den Zäunen auf die elektrische Gefährdung hinweisen.

Unfälle durch Ausbruch von Weidetieren können in die Millionen gehen

Spätestens beim Weideauftrieb sollte der passende Versicherungsschutz (Verenden durch ein Krankheit oder Tierquälerei Dritter vorliegen). Es ist aber auch eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung dringend geboten. Denn in jeder Weidesaison entstehen Unfälle und Kosten durch ausgebrochene Tiere, die teilweise in die Millionen gehen. Für die dadurch entstandenen Schäden haftet grundsätzlich der Tierhalter.