Obsternte auf den Friedhöfen

Fruchttragende Gehölze auf Gräbern dienten als Nutzpflanzen

In der modernen Trauerfloristik schmückt auch Wildobst den Kranz.
Foto: Dr. Helga Buchter-Weisbrodt

Auf den Klosterfriedhöfen waren im Mittelalter Obstbäume üblich. Die Toten warteten auf das Jüngste Gericht, umgeben von Apfel-, Birnen-, Quitten- und Walnussbäumen. Solche fruchttragenden Gehölze symbolisierten den Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt.

Ein Klosterplan, der im 9. Jahrhundert für St. Gallen entworfen wurde, galt als Vorbild für zahlreiche Klosterfriedhöfe. Die fest eingeplanten Obstbäume dienten weniger der Selbstversorgung, sie hatten aber auch nicht nur symbolischen Charakter. Diese Obst-Friedhöfe waren zugleich eine Art Versuchsgelände, das ausländische Sorten beherbergte, die dann – sofern sie sich bewährt hatten – auf außerhalb der Klöster gelegene Obstbäume veredelt wurden.

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