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Jetzt lauern und stechen sie wieder

Die Berufsgruppen der Landwirte, Winzer, Jäger und Gärtner sowie alle anderen Naturliebhaber sollten jetzt wieder auf der Hut vor Zecken sein: Ab etwa acht Grad Celsius werden sie aktiv und können durch einen Stich hauptsächlich zwei Krankheiten übertragen: die Borreliose und die Früh­sommer-Meningoencephalitis, kurz: FSME.

Die Gefahren der Borreliose werden häufig verharmlost. Aus Unkenntnis wird die durch Bakte­rien verursachte Borrelioseinfek­tion in einen Topf mit der durch Viren ausgelösten FSME geworfen. Nur gegen die FSME kann man sich impfen lassen, nicht gegen Borreliose. Wer sollte sich also impfen lassen, und wer bezahlt das? Eine FSME-Impfung wird all denjenigen empfohlen, die in FSME-Risikogebieten leben oder dorthin verreisen und oft in freier Natur unterwegs sind. Im LW-Gebiet sind nur wenige Regionen als Risikogebiet ausgewiesen, wie die Kreise Birkenfeld, Marburg-Biedenkopf oder der Main-Kinzig-Kreis. Hier übernimmt die LKK die Impfkosten. Für alle anderen Versicherten gilt: Nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Schutzimpfungen fällt eine Impfung wegen beruflich bedingt erhöhter Gefährdung nicht in die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen. Sprich: Die Versicherten müssen die Impfung selbst zahlen, was ihnen ihre Gesundheit jedoch wert sein sollte.

Vor Zeckenstichen kann und sollte man sich vor allem aber durch das Tragen geeigneter Kleidung schützen: Mit heller Kleidung, an der man die Zecken leich­ter sieht, langärmeligem Oberteil, langer Hose und festen Schuhen beugt man vor. Zusätzlich sollte der Körper nach jedem ausgedehn­ten Naturbesuch nach Zecken abgesucht werden. Ferner gibt es verschiedene Mittel, mit denen man Zecken abwehren kann. Mehr dazu in Hof & Familie.

Stephanie Lehmkühler