Konstant gute Nachfrage und Qualität

Alle Holsteinfärsen wurden zugeschlagen bei Auktion in Alsfeld

Gut besucht war die Zuchtviehauktion Mittwoch vergangener Woche in Alsfeld. Kaufaufträge aus dem In- und Ausland sowie heimische Kunden sorgten für ein flottes Auktionsgeschehen bei insgesamt durchschnittlicher Qualität.

Die aufgetriebenen Holsteinfärsen konnten alle zugeschlagen werden, wobei die Qualitäten bis auf wenige Ausnahmen dem mittleren Segment zuzuordnen waren. Gute Produktionsfärsen zu vertretbaren Preisen gingen zum Beispiel an Kunden aus Baden-Württemberg und Italien. Aber auch hessische Stammkunden und Betriebe, die Kaufaufträge erteilt hatten, sicherten sich ordentliche Qualitäten für ihre Bestandsergänzung. Besonders hervorgestochen ist eine Matisse Red-Tochter aus einer 85-Punkte-Kanu P aus dem Hause Trümner, Schiffelbach, die mit ihrer jugendlichen Ausstrahlung zu gefallen wusste. Deren Qualität erkannten gleich mehrere heimische Züchter und der Zuschlag ging letztlich bei 2 100 Euro an einen Betrieb in der Nähe von Limburg. Gleich zwei bestechende Färsen (Missouri x 85-Punkte-Laron P und Baltikum aus Benjamin) aus dem Betrieb Ritter, Schöneberg, sicherte sich ein Käufer aus Wehrheim. Insbesondere Schwächen im Fundament oder Ungleichheiten im Euter wurden von den Käufern nicht toleriert und entsprechende Rinder konnten nur mit Preisabschlägen verkauft werden. Gerade in Zeiten der Futterknappheit erwarten die Käufer eine gewisse „Auktionsqualität“, um in Zuchttiere zu investieren.

Thea Ebinger – LW 37/2018