Markttelegramm KW 31

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Der regionale Schlachtrindermarkt bleibt von saisontypisch schwachem Metzgereigeschäft und einem begrenzten Erzeugerangebot geprägt. Bei stetigem Absatzgeschäft in der Zerlegung, können Erzeuger weiterhin mit stabilen Preisen über alle Kategorien und Handelsklassen rechnen.
Schlachtschweine Die Absatzlage am Schlachtschweinemarkt bleibt fortwährend schwierig. Schwacher Export und verhaltene Verbrauchernachfrage im Inland führen, trotz geringer Stückzahlen am Lebendmarkt, zu ersten Angebotsüberhängen. Vermarkter üben zunehmend Druck auf die Erzeugerpreise aus.
Ferkel Die unveränderte Lage am regionalen Ferkelmarkt bedingt gleichbleibende Preise. Aufgrund der hohen Futterpreise ist die Einstallbereitschaft der Mäster sehr zurückhaltend, das vorhandene Angebot findet trotz allem Abnehmer.
Nutzkälber Die Preise für Nutzkälber tendieren erneut leicht schwächer. Das Angebot nimmt etwas zu, kann aber dennoch gut vermarktet werden. Insbesondere gute Qualitäten sind gefragt.
Eier/Geflügel Der Eiermarkt bleibt anhaltend schwach. Die Ferien- und Sommerzeit ist erfahrungsgemäß die umsatzschwächste Saison, die Nachfrage ist schleppend. Die Bestellungen aus LEH, Gastronomie und Produktenindustrie können den Markt kaum entlasten. Mittlerweile bestehen Angebotsüberhänge für Eier aller Kategorien, daher geben die Preise erneut nach. Dagegen zeigt der Geflügelmarkt freundliche Tendenzen. Geflügelfleisch bleibt gefragt und findet guten Absatz. Lediglich das Geschäft mit Grillartikeln bleibt aufgrund der kühlen Witterung hinter den Erwartungen zurück. Die Preise bleiben fest.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Auf den frühen Standorten des Landes sind die Erntearbeiten, trotz witterungsbedingter Unterbrechungen, weit vorangeschritten. Nach teils enttäuschenden Ergebnissen bei der Wintergerste, wird auch bei Raps und Weizen oft nur von durchschnittlichen Erträgen und zufriedenstellenden Qualitäten berichtet. In den Höhenlagen hat die Haupternte noch nicht begonnen und die Befürchtungen über niederschlagsbedingte Qualitäts- und Ertragsverluste nehmen zu. Erste Rapspartien zeigen hier schwache Ölgehalte, hohen Besatz und niedrige Hektarerträge. An den Erfassungslägern ist bisher kaum Erntedruck entstanden und bei insgesamt deutlich herabgesetzten Ertragserwartungen tendieren die Erzeugerpreise für Brot- und Futtergetreide weiter fest. Raps nach Vorgaben der Matif mit kleineren Abschlägen.
Futtermittel Mit dem unsicheren Ernteverlauf bleiben auch die Handelsaktivitäten am regionalen Futtermittelmarkt sehr überschaubar. Raps- und Sojaschrot notieren weiter auf hohem Niveau und bei Mischfutter sind preismildernde Effekte durch die neue Ernte noch nicht auszumachen. Die Nachfrage von Konsum und Handel beschränkt sich insgesamt nur auf den dringenden, vorderen Bedarf.
Kartoffeln Die Nachfrage nach Speisekartoffeln bewegt sich im saisonüblichen Umfang. Das Frühkartoffelangebot passt zur Nachfrage. Die Marktversorgung erfolgt hauptsächlich aus heimischem Anbau. Die Erntemengen werden weiterhin vom Markt gut aufgenommen. Die Erzeugerpreise wurden erneut um 4 €/dt nach unten korrigiert. Das Verbraucherpreisniveau bleibt stabil.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 31/2021