Markttelegramm KW 37

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Vermarkter am regionalen Schlachtrindermarkt berichten von steigendem Lebendviehangebot bei gleichzeitig begrenzten Fleischabsatzmöglichkeiten. Erschwerend wirkt sich zudem der coronabedingte Aufwand in den Schlachtstätten aus. Massiver Kontrolldruck durch die Behörden, extreme Hygieneanforderungen und der Mangel an Arbeitskräften sind für die mittelständigen Schlachtbetriebe im Land kaum mehr zu bewältigen. Die Erzeugerpreise stehen unter Druck.
Schlachtschweine Die Stagnation am Schlachtschweinemarkt hält weiter an. Die Schlachtkapazitäten haben sich zwar weiter erhöht, bleiben insgesamt aber noch immer weit unter dem gewohnten Niveau. Bei zuletzt steigendem Lebendviehangebot lassen die erhofften Preissteigerungen weiter auf sich warten.
Ferkel Das zur Verfügung stehende regionale Angebot an Ferkeln wird als durchschnittlich eingestuft. Auf der Nachfrageseite wird von mittlerem bis teilweise ruhigem Kaufinteresse berichtet. Die Preise verharren auf dem Niveau der Vorwochen.
Nutzkälber Das steigende Erzeugerangebot lässt sich weitgehend reibungslos am heimischen Nutzkälbermarkt absetzen. Die Auszahlungspreise behaupten sich dabei gut auf der schwachen Basis der Vorwochen. Aufpreise lassen sich nur für gut mastfähige Tiere aus der Fleischrinderzucht erzielen.
Eier/Geflügel Nach wie vor Flaute am Eiermarkt. Der LEH nimmt zwar kontinuierlich Ware aus dem Markt, die Bestellmengen sind aber eher gering. Es fehlt ein stärkeres Interesse der Verarbeiter. Eier aller Gewichtsklassen sind umfänglich verfügbar. Knapp sind lediglich XL-Eier. Die Preise haben sich etwas stabilisiert. Geflügelmarkt uneinheitlich. Hähnchenteile gut nachgefragt und mit Aufpreisen versehen, Putenmarkt steht dagegen unter Druck. Die Notierungen für Althennen konnten etwas zulegen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der regionale Getreidemarkt bleibt fortwährend durch die Aktivitäten der laufenden Herbstbestellung geprägt. In weiten Landesteilen bereiten die ausgetrockneten Böden ernsthafte Probleme und die neue Rapssaat entwickelt sich entsprechend schwach. Die Vermarktung der frisch eingelagerten Ernte kommt trotz steigender Offerten für Brot- und Futtergetreide nicht in Gang. Landwirte spekulieren auf bessere Verkaufsoptionen im nächsten Quartal, Verarbeiter erwarten hingegen bei begrenzten Exportmöglichkeiten steigendes Inlandsangebot und schwächere Preisentwicklung. Die Kurse für Raps bleiben weiter fest gestimmt, Braugerste wird kaum besprochen und landet nicht selten im Futtertrog.
Futtermittel Die jüngsten Preisbefestigungen für Ölschrote haben zu lebhaftem Bedarfs- und Termingeschäft am regionalen Futtermittelmarkt geführt. Auch die Geschäfte mit Mischfutter haben sich spürbar belebt, auch hier werden zunehmend spätere Termine abgesichert.
Kartoffeln Der Handel mit Speisekartoffeln kommt nicht in Schwung. Erste übergebietliche Ware drängt ins Sortiment, zum gleichen Preis wie regionale Pfälzer Knollen. Das Angebot an Kartoffeln ist reichlich, die Nachfrage im LEH wie auch im Ab-Hof-Verkauf nach wie vor unterdurchschnittlich. Die Qualitäten sind überwiegend gut. Die Preise tendieren erneut etwas schwächer.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
Landwirtschaftskammer – LW 37/2020