Milchkönigin wirbt beim Weltschulmilchtag

Schulmilchverbrauch binnen 15 Jahre um 72 Prozent gesunken

In den vergangenen 15 Jahren ist der Verzehr von Milch an Schulen und Kindergärten bundesweit um 72 Prozent gesunken. Um diesen Trend aufzuhalten, hat zum Weltschulmilchtag am Mittwoch voriger Woche die Hessische Milchkönigin Marie Wolf die Richtsbergschule in Marburg besucht und dort für die gesunde Schulmilch geworben.

Gemeinsam mit einigen Helfern verteilte Marie I. dort gratis Milch­tüten und lud die Schüler zu einer Verlosung ein. „Was die Menge an Schulmilch betrifft, liegt Hessen bundesweit sogar im unteren Drittel“, sagte Torsten Schaller von der Humana Milchunion, die den Aktionstag gemeinsam mit der Abteilung Schulservice der Firma Integral initiiert hat. Dabei decke schon ein Viertelliter Milch die Hälfte des täglichen Kalziumbedarfs eines Kindes ab, wie Schaller sag­te. Das Mineral wird vor allem benötigt, um Knochen und Zähne aufzubauen und zu erhalten. Darüber hinaus enthält Milch Vitamin A sowie Vitamine der B-Gruppe, welche die Zellatmung, Blutbildung und die Funk­tion der Nervenzellen unterstützen. Milch deckt etwa 25 Prozent des Tagesbedarfes von Schulkin­dern an beiden Vitaminen ab. Wie Schaller weiter erläuterte, sei Milch ebenso ein wichtiger Energielieferant. „Das ist für die Schulen besonders wichtig“, betonte er. Denn um dort über einen längeren Zeitraum konzentriert arbeiten zu können, müssten die Energie­speicher immer wieder neu gefüllt werden. Milch sei dafür be­sonders gut geeignet, weil sie zugleich auch den Flüssig­keitsbedarf abdecke. „Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung sind wichtige Bausteine für eine gesunde Entwicklung unserer Kinder“, stellte Torsten Schaller schließlich fest. Aktionen wie der Weltschulmilchtag sollen beim Verbraucher bewusst den Blick dafür schärfen, wie wichtig Milch für die Gesundheit und Entwicklung des Menschen ist. „Das müssen wir sowohl in die Köpfe der Kinder und Eltern, aber ebenso in die der Politiker hineinbekommen“, stellte Schaller heraus. Valentin