Punktgenau spritzen, aushacken oder verbrennen

„Future Farming Day“ zeigte, was aktuell möglich ist

Am Mittwoch, dem 2. September 2026, veranstalteten der Wasser-, Boden- und Landschaftspflegeverband Hessen (WBL) und die Maschinenringe Hessen e.V. einen „Future Farming Day“. In Lampertheim-Hofheim wurden auf Feldern des Betriebs Reiner Lameli intelligente und digitale Lösungen im Praxiseinsatz gezeigt.

Malte Höner von der Firma AgXeed stellte den AgBot T2 5 Series vor, einen autonomen Roboter für den Ackerbau.

Foto: Becker

Reiner Lameli, Stellvertretender Verbandsvorsteher und Vorstandsvorsitzender bei MR Hessen und WBL Hessen, begrüßte Besucher aus der Praxis und verschiedener Verbände zu den Maschinenvorführungen, die Anbaugeräte und Selbstfahrer mit verschiedenen Ansätzen zur Bekämpfung von Beikräutern repräsentierten – von chemisch bis mechanisch war alles dabei. Für die Vorführungen Anfang September wurden auf der Fläche extra verschiedene Kulturen wie Mais, Rüben oder Raps ausgesät. „Der Pflanzenschutz kommt jetzt da hin, wo er hingehört“, sagte Uwe Roth, Geschäftsführer WBL und MR Hessen, denn mittels präziser Techniken könnten die Wirkstoffmengen drastisch reduziert werden. Außerdem sei Robotik die logische Konsequenz aus dem zunehmenden Fachkräftemangel auch in der Landwirtschaft.

AgBots ersetzt den Traktor als Trägerfahrzeug

Malte Höner von der Firma AgXeed stellte den AgBot T2 5 SERIES vor, einen autonomen Roboter für den Ackerbau, der mit verschiedensten Anbaugeräten ausgestattet werden kann: vom Pflug bis zum KI-gesteuerten Laser-Weeder. Entwickelt für Hochleistungsarbeiten auf großen Ackerflächen, kombiniert der AgBot einen leistungsstarken diesel-elektrischen Antrieb mit bodenschonenden Raupenlaufwerken für Präzision und Leistung. Integriert mit TraXwise und vollständig smart-fähig, verwandelt er jede Aufgabe vom Säen bis zur Bodenbearbeitung in einen „freihändigen, zuverlässigen Prozess“. In Hofheim wurde ein Lemken-Grubber angehängt, den der Roboter verlässlich und schnell über die Fläche bewegte, das Vorgewende bearbeitet und bei Gefahr beziehungsweise Hindernissen zuverlässig stoppte. Der Preis für diese Technik liegt je nach Leistung bei 225 000 bis 350 000 Euro.

KB – LW 39/2026