Die Böden sind noch ausreichend mit N versorgt

Nmin-Ergebnisse 2026 für die Nord- und Westpfalz

Im Rahmen der Düngeverordnung wurden – unter der Federführung des DLR Westpfalz – in der Nord- und Westpfalz (Landkreise KIB, KL, PS, ZW und KUS), mehr als 312 Nmin-Proben gezogen. Die Auswertung der Nmin-Ergebnisse er- folgt dieses Jahr erstmals in zwei Tabellen. Eine betrifft den Donnersbergkreis (189 Proben) und die andere umfasst die Landkreise Kaiserslautern, Südwest­- pfalz und Kusel (123 Proben).

Mit einem Nmin-Gehalt von 28 kg N/ha (KL, PS, ZW, KUS) beziehungsweise 47 kg N/ha (KIB) (0 bis 60 cm) sind die Böden noch ausreichend mit Stickstoff versorgt. Mit 39 kg N/ha (KL, PS, ZW, KUS) beziehungsweise 64 kg N/ha (KIB) (0 bis 90 cm) liegt der Stickstoffgehalt im gesamten Bodenprofil auf dem Niveau des langjährigen Mittelwertes beziehungsweise etwas darüber.

Wie bereits in den vergangenen Jahren können die Werte je nach Standort, Vorfrucht und organischer Düngung deutlich vom angegebenen Mittelwert abweichen. Idealerweise sollten für die Düngebedarfsermittlung eigene, repräsentative Proben vorliegen.

Für die Erstellung der Düngebedarfsermittlung ist auch die Tiefgründigkeit oder die durchwurzelbare Bodentiefe angemessen zu berücksichtigen. Der durchwurzelbare Bodenraum kann mittels Geobox-Viewer nachvollzogen werden. Für die Düngebedarfsberechnung sind die Nmin-Gehalte der Böden, je nach durchwurzelbarer Bodentiefe, bis 90 cm zu berücksichtigen. Ausnahmen gibt es bei schwächeren, flachgründigen Standorten. In solchen Fällen sind die Nmin-Gehalte von 0 bis 60 cm für die Bedarfsermittlung relevant. Dies gilt auch für Sommergerste, Hafer und Kartoffeln.

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Westpfalz – LW 10/2026