Der frühe Käfer macht den Schaden
Neue Forschungserkenntnisse über den Rapserdfloh
Eine bessere Prognose des Auftretens und der Schäden des Rapserdflohs sowie Möglichkeiten zur Optimierung der Bekämpfung zeigen neue Forschungsarbeiten des Julius Kühn-Instituts (JKI) auf.

Foto: landpixel
Zwischen der Besiedelung der Endknospe und der Larvendichte je Pflanze bestehe eine positive lineare Beziehung. Außerdem habe ein hoher Larvenbesatz unter anderem die Auswinterungsverluste, den Bedeckungsgrad und den Anteil von Pflanzen mit Besenwuchssymptomen im Frühjahr signifikant beeinflusst. Ein früher Befall in Kombination mit einem kalten Winter habe sich auch mit Blick auf die Ertragseinbußen deutlich stärker ausgewirkt als ein später Befall.
Der UFOP zufolge konnte bei den Saatgutbehandlungen nur „Elado“ bei früher Käferzuwanderung den Larvenbefall signifikant verringern. Durch eine gezielte „Karate Zeon“-Applikation Anfang bis Mitte Oktober zur Haupteiablage und nach dem Erreichen des Käferbekämpfungsrichtwertes von 50 Käfern in drei Wochen in der Gelbschale, seien Larvenbefall und Jungkäferschlupf in allen Versuchsjahren signifikant reduziert worden, und zwar um 80 bis 90 Prozent.
Die Förderunion betonte, dass die Bedeutung des Rapserdflohs als einer der wichtigsten Schädlinge im heimischen Anbau, seit dem Verbot der neonikotinoiden Rapsbeizung im Jahr 2013 gestiegen sei. Ab Ende Oktober bis in das Frühjahr hinein verursachten die Larven durch das Minieren in den Blättern und im Vegetationskegel junger Rapspflanzen den Hauptschaden, der zu Ertragsausfällen und Auswinterungsverlusten führen könne.
Der Abschlussbericht des Forschungsprojekts steht auf der UFOP-Internetseite zum DownÂload bereit. (www.ufop.de)
age – LW 33/2019