Die Verrechnungssorten schneiden eher schwach ab

LSV Speisekartoffeln 2018, mittelfrühe Reifegruppe

Im mittelfrühen Segment wurden zwölf Sorten auf zwei Standorten in Rheinland-Pfalz geprüft. Erstmals standen im Versuch die vorwiegend festkochende Sorte Juventa, die mehlig kochende Sorte Tokio und die festkochende Sorte VDZ 07-226. Alle Sorten wurden im Frühjahr in weißen Kunststoffkisten vorgekeimt.

Nach einem langen, trockenen Herbst und einem zunächst nassen und am Ende recht kalten Winter mit 73 Frosttagen im Februar und März wurde es in den letzten Märztagen 2018 langsam wärmer. Am Standort Haßloch wurden die Knollen am 3. April in trockenen Boden bei guter Bodenstruktur abgelegt. Die Bodentemperaturen in 20 cm Tiefe lagen bis zum 8. April aber im einstelligen Bereich.

Der Kartoffel-Anbau in der Saison 2018

Die Pflanzung der vorgekeimten Knollen am Standort Böhl erfolgte erst am 12. April in vorgezogene Dämme und ebenfalls bei trockener und positiver Bodenstruktur. Aber im Gegensatz zum Standort Haßloch lagen die Bodentemperaturen nach der Pflanzung immer im zweistelligen Bereich. Die andauernde milde Witterung führte zum sehr zügigen Auflauf der vorgekeimten Knollen.

Krautfäule Infektionen konnten durch Fungizid-Einsatz vermieden werden. Da die Bekämpfungsschwelle von 15 Larven je Pflanze deutlich überschritten wurde, mussten an beiden Standorten zwei Behandlungen gegen die Kartoffelkäfer durchgeführt werden.

Die Ernte erfolgte in Haßloch sehr früh am 8. August, in Böhl am 29. August. Zuvor wurde am 27. Juli beziehungsweise am 22. August eine mechanische Krautregulierung durchgeführt.

Manfred Mohr, DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Neustadt/Weinstraße  – LW 6/2019