Amidala fällt weiter zurück
Landessortenversuche Sommerbraugerste 2025
Rheinland-Pfalz zählt zu den wichtigsten Erzeugerregionen für Sommergerste in Deutschland. 2025 wurden in den Landessortenversuchen (LSV) zehn Sorten auf ihre Leistung und Anbaueignung für Rheinland-Pfalz geprüft, darunter auch zwei Neuzulassungen.
Gemäß den Angaben der zentralen InVeKoS-Datenbank wurden im Anbaujahr 2025 insgesamt 27 116 ha im Frühjahr (Aussaat ab dem 01.01.) ausgesät. Der Anbau konzentriert sich auf die Ackerbaugebiete in Rheinhessen und im Hunsrück und zur zur Verwertung als Braugerste. Der Anteil ökologisch bewirtschafteter Sommergerstenflächen ist mit zirka 3 Prozent an der Gesamtanbaufläche in Rheinland-Pfalz gering. Die Kornerträge in den letzten 25 Jahren schwanken in Abhängigkeit von der JahresÂwitterung zwischen 40 und 70 dt/ha. Im mehrjährigen Schnitt liegen die Erträge in den Hauptanbaugebieten zwischen 53 und 55 dt/ha.Die Neuzulassungen Excalibur und LG Baryton
2025 wurden in den Landessortenversuchen zehn Sorten auf ihre Leistung und Anbaueignung für Rheinland-Pfalz geprüft. Im Sortiment befinden sich auch die Neuzulassungen Excalibur und LG Baryton (Zulassung im Dezember 2024), deren Mälzungs- und Braueigenschaften im Rahmen der Praxisgroßversuche des Berliner Programms untersucht wurden. Im Februar 2026 wird das Sortengremium der bundesweiten Braugersten-Gemeinschaft e.V. entscheiden, ob eine Verarbeitungsempfehlung für Excalibur und LG Baryton ausgesprochen wird.
Excalibur und LG Baryton sind vom Bundessortenamt mit einem früheren Ährenschieben und einer mittleren Reife eingestuft. LG Baryton besitzt eine etwas bessere Halmstabilität als Excalibur sowie bessere Resistenzeigenschaften gegenüber Mehltau und Ramularia. Beide Neuzulassungen sind ertraglich wie LG Caruso eingestuft, die Sortierung ist jedoch eine BSA-Note schwächer als bei Amidala und LG Caruso. Bezüglich der Malzqualität unterscheiden sich die Sorten in den Merkmalen Viskosität, Beta-Glucangehalte, Malzextraktgehalt, Friabilimeterwert, Alpha-Amylaseaktivität und Eiweißlösungsgrad jeweils um 1 Stufe, einmal zugunsten der einen oder der anderen Sorte. Im Rahmen der Praxis-Mälzungsversuche werden diese Eigenschaften von den Verarbeitern dann noch genauer betrachtet werden.
Katja Lauer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinhessen-Nahe-Hunsrück – LW 2/2026
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