Autsch, ein Bienenstich!

Wie Imker sich vor Bienenstichen schützen

Wenn ein Imker sein Bienenvolk überprüfen möchte, trifft er in der Regel einige Schutzmaßnahmen, um von seinen Bienen möglichst nicht gestochen zu werden.


Schutzanzug
und Smoker


Viele Imker tragen einen Schutzanzug, der Kopf und Oberkörper abschirmt. Auch spezielle Handschuhe sind hilfreich bei der Arbeit am Bienenstock. Oft verwendet der Imker zusätzlich einen sogenannten „Smoker“ (Rauchapparat), wenn er sich seinem Bienenvolk nähert. Der traditionelle Smoker ist ein Behälter, in dem zum Beispiel unterschiedliche Kräuter verbrannt werden. Dadurch entsteht Rauch, der vorsichtig mit dem am Smoker befindlichen Blasebalg in den Bienenstock geblasen wird.
Durch den Rauch werden die Bienen in Alarmbereitschaft versetzt. Sie glauben, dass ein großer Brand den Bienenstock bedroht, und treffen daher Vorbereitungen zu Flucht. Die Arbeiterinnen nehmen nun möglichst viel Proviant in ihren Honigmagen (auch Honigblase genannt) auf. Dadurch sind sie zum einen abgelenkt und zum anderen durch den vollen Magen etwas träge. Und das wiede­rum bewirkt, dass sie nicht so stechfreudig sind wie sonst. Der Imker kann nun in Ruhe sein Bienenvolk überprüfen, ohne zu großer Gefahr ausgesetzt zu sein, gestochen zu werden.

Schäfer – LW 05.06.2018/2022