Große Standortunterschiede

Landessortenversuche Öko-Winterweizen 2026

Zur Ernte 2026 konnten in Rheinland-Pfalz wieder beide Standorte des Landessortenversuchs Öko-Winterweizen ausgewertet werden. Hendrik Jungerts vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau (KÖL), stellt auf Basis der Landessortenversuche die Ergebnisse der Öko-Winterweizenernte 2026 an den Standorten Waldböckelheim im Naheland und Biedesheim in der Westpfalz vor.

Die Ergebnisse 2026 unterstreichen erneut die Bedeutung mehrjähriger und mehrortiger LSV.

Foto: Schmidt, LLH

Die Versuche standen auf den Flächen des Bainerhofs in Waldböckelheim (Landkreis Bad Kreuznach) sowie der Medicago GbR in Biedesheim (Donnersbergkreis). Insgesamt wurden 20 Winterweizensorten geprüft. Den Schwerpunkt bildeten erneut die Eliteweizen. Ergänzt wurde das Sortiment durch zwei A-, zwei B- und drei C-Weizen sowie die vorläufig als (E) eingestuften Sorten Selvi und Caminada. Als Verrechnungssorten (VRS) wurden die drei E-Weizen Wendelin, Grannosos und Exsal geführt. Sechs Sorten standen erstmals beziehungsweise im ersten Prüfjahr im Versuch: Selvi, Criterio, Caminada, Ponticus, RGT Zunder und Emmerto.

Für den Vergleich mit der Ernte 2025 ist zu berücksichtigen, dass damals zwar ebenfalls beide Versuche angelegt wurden, der Bestand in Biedesheim nach einem Hagelereignis jedoch nicht ausgewertet werden konnte. Der direkte Jahresvergleich 2025 zu 2026 bezieht sich daher vor allem auf Waldböckelheim.

Standorte und Witterungsverlauf

In Waldböckelheim wurde am 5. November 2025 ausgesät, in Biedesheim am 12. ­– damit erfolgte die Aussaat in Waldböckelheim deutlich später als im Vorjahr, als bereits am 17. Oktober 2024 gedrillt worden war. Die Nmin-Gehalte nach Winter lagen mit 146 kg N/ha in Waldböckelheim und 133 kg N/ha in Biedesheim auf einem hohen Niveau. Eine organische Düngung erfolgte nicht.

 – LW 39/2026