Hightech-Landmaschinen „Made in Germany“
Amazone ist ein leistungsstarkes Familienunternehmen
Der Stammsitz der Landmaschinenfabrik Amazone in Hasbergen-Gaste war Ziel der jüngsten Lehrfahrt des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins (FLV). Außerdem wurde die Westrup-Koch GbR in Bissendorf besichtigt, ein Milchviehbetrieb mit 600 Kühen.

Foto: Jörg Rühlemann
Firmengründer Heinrich Dreyer begann 1883 mit der Produktion von Getreidereinigungsmaschinen. Später kamen Pflüge, Kultivatoren, KartoffelÂsortierer sowie im Jahr 2015 die ersten Düngerstreuer hinzu. Bereits im Jahr 1942 brachte die Firma ihre ersten Kartoffelerntemaschinen auf den Markt, 1949 folgten die Drillmaschinen und 1959 die Stalldungstreuer. Im 1967 erfolgte der Einstieg in die Bodenbearbeitung, Amazone entwickelte als erster Hersteller zapfwellengetriebene Bodenbearbeitungsgeräte, die mit einer Drillmaschine kombiniert werden konnten. Nach der Wiedervereinigung wurden weitere Bodenbearbeitungsmaschinen auf den Markt gebracht, nachdem 1998 die BBG Bodenbearbeitungsgeräte in Leipzig, die ehemalige Firma Rudolf Sack, gekauft wurde.
Acht Werksstandorte, fünf davon in Deutschland
Amazone produziert an acht Standorten, davon befinden sich fünf in Deutschland. 2009 wurde ain Hude-Almoorhausen bei Oldenburg der Bau von Großsämaschinen aufgenommen und in Tecklenburg die Produktion von Selbstfahrerspritzen (Pantera).
Zum gleichen Zeitpunkt wurde ein als Amazone „BoniRob“ bezeichneter autonomer Feldroboter für Einzelpflanzen-basiertes Behandeln vorgestellt. Im Vorjahr erwarb die die Pflugproduktion vom insolventen Hersteller Vogel und Noot. Außer in Deutschland gibt es Werke in Frankreich, Russland und Ungarn. 2010 wurde eine Düngerstreuer-Testhalle in Gaste in Betrieb genommen. Bei Pflanzenschutzspritzen wurde den Frankfurter Landwirten die elektrische Einzeldüsenschaltung und Distanzkontrolle zum Pflanzenbestand mit Hilfe von Kameras detailliert vorgestellt.