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Viele Wege für Brennholz aus dem Wald

Dass Brennholz mal wieder so interessant wird, damit hätte vor einigen Jahren niemand gerechnet. Selbst Städter fangen wieder an, sich einen Kaminofen einzubauen und schwärmen von der angenehmen Wärme von Holz. Welchen Weg das Holz aus dem Wald zum Ofen nimmt, das ist den Privatwaldbesitzern, Brennholzhändlern, Selbstwerbern und den Landesforstverwaltungen überlassen. Die Varianz der Logistik ist groß, der Preisunterschied zwischen den Regionen auch, die Verkaufseinheiten sehr verschieden.
Vom selbst Fällen, wo der Ster 13,50 Euro kostet, bis zum fertig getrockneten und gespaltenen Scheitholz für 92 Euro reicht die Spanne. Spätestens wenn ein Privatwaldbesitzer selbst den Verkauf von Brennholz betreibt, dann muss er sich mit der Logistik auseinandersetzen. Ist genug Lagerraum vorhanden, so kann in Schüttraummeter gehandelt werden. Ist dies nicht der Fall, sind Raummeter vorzuziehen.
Meist haben sich die Brennholz­händler eigene Einheiten geschaffen, zum Beispiel eine 2,5 rm fassende Holzkiste, oder eine aus Leitplanken gebastelte Konstruktion, die ein Raummeter fasst. Den Engpass an Bündelsystemen haben auch die Firmen erkannt und bieten nun verschiedene Lösungen an (s. S. 18, Ausgabe LW 3/2008).
Was bisher noch nicht zum Tragen kam, das ist die Aufarbeitung von Brennholz mit dem Harvester. Wenn die Preisentwicklung des Brennholzes weiterhin steigt, wovon derzeit auszugehen ist, lohnt sich diese Methode vielleicht schon bald. Dann werden die Einheiten größer und die Lagerung, Trocknung und der Transport des Brennholzes eine Herausforderung. Bei dieser Methode werden zudem aufgrund der größeren Mengen Liefervertrage interessanter, um Investitionen abzusichern.       
Elke Setzepfand