Sie sind hier:  » Fitness im Alltag

Fitness im Alltag

Zum Thema „Fitness“ schreibt Beate Busch, Landwirtin/Energiewirtin, aus Schwalmstadt-Michelsberg:

Man sollte auch im Alltag versuchen, sich 1/2 bis 1 Stunde am Tag Zeit für sich zu nehmen und beispielsweise joggen gehen.
Foto: Siegfried Baier/pixelio

Die fittesten Frauen sind oft die Landwirtschaftsfrauen mit Tierhaltung. Aber die Versuchung „träge“ zu werden, ist in der heutigen Zeit sehr groß. Das Freizeitangebot schon für Kinder, mit Fernsehen, Computer, Kino etc., und dabei einzufuttern und zu Naschen (im Übermaß) ist recht
groß. Die Knabber- und Süßwarenindustrie bringt auch immer wieder Neues auf den Markt, was für Jung und Alt sehr verlockend sein kann. Wichtig ist, von klein auf, auf eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, kombiniert mit einem vernünftigen Maß an Bewegung zu achten. Stallarbeit, häusliche Arbeiten sind nicht ausreichend für ein Bewegungstraining. Gartenarbeit, gegebenenfalls noch Hof mit Besen kehren, etc., sind geeignete Arbeiten, wobei etwas Kalorienabbau stattfindet. Um mich fit zu halten, habe ich mir zur Priorität gesetzt, jeden Tag (wirklich jeden Tag) mindestens ½ Stunde besser noch 1 Stunde Zeit zu „stehlen“ für sportliche Bewegung. Man muss kein Sportfreak sein, um Spaß daran zu bekommen. Für mich ist es  mittlerweile das Highlight des doch (oftmals) so tristen Landlebens. Nach wissenschaftlichen Studien kann man sagen, dass 30 Prozent der gesamten Krankheiten (und auch Vorsorge vor Krankheiten) durch sportliche Bewegung gebessert werden. Also Bewegung am besten an der frischen Luft, ist für Körper und Seele förderlich. Meine Fitness besteht aus regelmäßig (in der wärmeren Jahreszeit ab circa 10 °C) Radtraining, Walken (mit oder ohne Stöcken), Schwimmsport und Gartenarbeit, in die man viele gymnastische Übungen einbauen kann. Ab und zu Yogakurs (Winterzeit). Da ich schon als Kind in der Schule sehr gerne Sport getrieben habe, fällt es mir im Alter von 50 Jahren auch noch sehr leicht, weiter zu machen. Unser gemeinsames wöchentliches Ritual ist, sonntags, eine Wanderung in der Natur zu machen. Entspannung, Zeit zum miteinander Reden, frische Luft tanken, im Sommer durch Schwimm- oder Radsport austauschbar, ist mir (uns) einfach wichtig, um arbeits- und leistungsfähig zu bleiben.

Unsere beiden erwachsenen Kinder wurden schon sehr früh daran gewöhnt, dass ausreichend Bewegung an der frischen Lust wichtig ist. Sie haben ein festes Fitnessprogramm in ihrem beruflichen Alltag und in der freien Zeit mit eingeplant. Man kann nicht einfach von der Natur und von Gott Gesundheit erwarten, man ist sozusagen auch verpflichtet, was dafür zu tun.