Absetz-Beleg-Intervall der Sauen wird verkürzt

Prostaglandinzusatz im Ebersperma

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Prostaglandine sind Gewebshormone mit vielfältigen Aufgaben und Wirkungen. Sie stimulieren unter anderem die Muskulatur von Gebärmutter und Gebärmutterhals und können damit möglicherweise die passive Beweglichkeit der Spermien positiv beeinflussen. Ob Zugaben von Prostaglandin F2alpha zum Sperma von Ebern die Beweglichkeit der Spermien erhöht, wurde im Rahmen einer Dissertation an der Universität Kiel untersucht. Dazu wurden verdünnten Spermaportionen von Pietrainebern Prostaglandin in verschiedenen Konzentrationen zugesetzt und die Beweglichkeit der Spermien zu unterschiedlichen Zeitpunkten bestimmt. Bei einem Zusatz von 10 mg Prostaglandin F2alpha pro 90 ml verdünntem Sperma konnte nach 72 Stunden Lagerzeit ein positiver Einfluss auf die Beweglichkeit nachgewiesen werden.

Positive Auswirkungen auf Umrauscherquote, Abferkelrate und Absetz-Beleg-Intervall

847 produktive Altsauen in drei Ferkelbetrieben wurden mit handelsüblichen Spermaportionen belegt, denen bereits im Verdünnungsprozess während der Aufarbeitung Prostaglandin zugesetzt worden war. Auf Umrauschquote, Abferkelrate sowie das Absetz-Beleg-Intervall wirkte sich der Zusatz positiv aus. Die Anzahl der geborenen und abgesetzten Ferkel, das Geburtsgewicht und das Absetzgewicht pro Wurf blieben unbeeinflusst. Auch bei Zusatz einer Prostaglandin-Zugabe per Injektion in das Inseminat kurz vor der Belegung in einer 4 000 Sauen-Herde konnte das Absetz-Beleg-Intervall der Sauen verkürzt werden, während Abferkelrate, Wurfgröße und Geburtsgewicht auch hier unverändert blieben. aid