Länderagrarminister gegen Mengenreduzierung

Bayerische Vorschläge zur Milch ohne Chance – Bisherige Linie bestätigt

Die Länder bleiben in der Milchpolitik auf ihrer bisherigen Linie: 15 von 16 Landesagrarministern lehnten auf ihrer Sonderkonferenz am vergangenen Mittwoch in Berlin die bayerische Forderung nach nationalen Regelungen zur Mengenreduzierung wie eine vorübergehende Aussetzung von Milchquoten oder Änderungen bei der Bundes- und Molkereisaldierung ab.

Länder bleiben in der Milchpolitik auf der bisherigen Linie.
Foto: agrarfoto

Ebenso eindeutig fiel das Votum gegen den Vorschlag Bayerns für eine EU-weite Aussetzung von 5 Prozent der Milchquote im laufenden Milchwirtschaftsjahr aus. Die Agrarminister sprachen sich lediglich dafür aus, die für 2010 vorgesehene Milchmarktanalyse auf EU-Ebene vorzuziehen, um auf dieser Grundlage die beschlossene Milchquote zu überprüfen. Im Grundsatz bestätigten die Ressortchefs jedoch ihre Haltung, dass an der eingeleiteten „Neuausrichtung der Agrarmärkte hin zu mehr Wettbewerbsfähigkeit“ nicht gerüttelt werden dürfe. Gleichzeitig bekräftigten die Minister die Notwendigkeit, angesichts der derzeit schwierigen Situation vieler Betriebe Maßnahmen zu ergreifen, um deren Li­qui­dität zu verbessern. Zudem gehe es darum, die zur Verfügung stehenden Instrumente zur Absatzförderung zu nutzen und gegebenenfalls zu intensivieren. age