Oppenheimer Traubenbürste im Einsatz

Vorführung in Oppenheim – ein interessantes Verfahren

Am DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Standort Oppenheim, fand eine Vorführung der Oppenheimer Trauben­bürste für interessierte Winzer statt.

Die Oppenheimer Traubenbürste wurde als arbeitswirtschaftlich interessantes maschinelles Verfahren zur Ertragsreduzierung entwickelt, welches bei entsprechend abgestimmten Anlagen auch sehr starke Eingriffe in die Ertragsleistung ermöglicht, wie sie bisher nur von der Vollernterausdünnung bekannt sind. Obwohl die Veranstaltung sehr kurzfristig (ein Tag vorher) anberaumt wurde, waren 60 Winzer vor Ort, um sich über dieses neue Verfahren zu informieren. Über die Entwicklung der Oppenheimer Traubenbürste und erste Ergebnissen aus dem Jahr 2008 wurde an dieser Stelle bereits näher informiert. Einige Winzer haben darauf­hin eigene Versuche unternommen, indem sie vorhandene oder günstig erworbene Stockbürsten umrüsteten.

Winzer tauschten Erfahrungen aus

Die Vorführung bot für diese Winzer die Möglichkeit erste Erfahrungen auszutauschen. Auch für Winzer, welche noch nicht mit der Traubenbürste gearbeitet haben, war die Veranstaltung eine wichtige Informationsquelle, um sich eine Stockbürste zu einer brauchbaren Traubenbürste umzurüsten.

Erläutert wurden auch die ideale Vorbereitung im Weinberg und weitere wichtige Details für einen erfolgreichen Einsatz. Bei einer Vorführung der Traubenbürste in einer Spätburgunderanlage konnten sich alle Winzer ein Bild über deren Arbeitsweise, deren Arbeitsqualität und deren Einsatzmöglichkeiten im eigenen Betrieb machen.

Das Arbeitsergebnis der Oppenheimer Traubenbürste konnte sich sehen lassen. Ein interessantes innovatives Verfahren aus Oppenheim zur Ertragsreduzierung im Weinbau, welches im Detail sicher noch verbesserungswürdig ist, aber bereits jetzt erfolgreich eingesetzt werden kann. Dr. Bernd Prior, DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück