Fundgrube für die Züchter

15. Robustrinderschau in Battenfeld ausgetragen

Anfang Oktober fand anlässlich des Battenfelder Kram- und Viehmarktes nun schon zum 15. Mal die Robustrinderschau statt. Mit einem herausagenden Ergebnis wurde dieses Jubiläum gefeiert, denn fast 80 Tiere der Rassen Galloway, Rotes Höhenvieh, Highland Cattle, Zwergzebu, Welsh Black sowie erstmals eine Färse der Rasse Tux Zillertaler stellten sich den zahlreichen Fachinteressierten und weiteren Zuschauern.

Richter war auch in diesem Jahr wieder das bewährte Duo bestehend aus Zucht­leiter Jost Grünhaupt (LLH) und Stephan Bock, Landwirtschaftszentrum Eichhof (LLH). Begonnen wurde zunächst mit einer Sammelkörung. Bei den Gallowaybullen siegte der aus Schott­land importierte „Mountbenger Ace“ (8/8/8) der ZG Kahl und Schlichterle, Ernsthausen, gefolgt von „Bachus“ (8/8/7) aus der Zucht von Michael Ernst, Bot­tendorf und „Efendi vom Bechtels­berg“ (7/7/8) aus der Zucht von Horst Kraft aus Ottrau.

Körsieger der Highland-Bullen

„Orkan vom Mönchberg“ aus der Zucht von Gerhard Petermann aus Eschenrod wurde Körsieger der Highland-Bullen. Den 1b-Preis errang hier „Dillian vom Hermannsberg“ aus dem Zuchtbe­trieb Wilke in Rattlar und vorgestellt von Reinhard Berdi, Wolf­hagen.

Im Anschluss an die Körung fand der Richt­wettbewerb statt. Den weitaus größten Rasseblock mit 41 Tieren stellten die Galloways, die in sieben Klassen gerichtet wurden. Die drei Klassen der tra­genden Färsen wurden dominiert von „Letti Bieberer-Spessartwald“ aus der Zucht und im Be­sitz der ZG Mützel-Geiger, Biebergemünd, von „Madlen“ (Z.: B. Kinkhorst, Barnstorf), vorgestellt von Arno Molter, Bad Schwalbach sowie von „Polly vom Bechtelsberg“ (Z+B: Horst Kraft, Ottrau). Die korrekte und feminine „Madlen“ konnte die Konkur­renz der tragenden Färsen für sich ent­scheiden. Weitere hervorragen­de tragende Färsen kamen aus den Betrieben Günter Wilhelmi, Löhlbach, Harald Battefeld, Wiesenfeld, Michael Ernst, Bottendorf, ZG Kahl und Schlichterle, Ernsthausen, Stephan Bock, Buchenau und Reinhard Kreß, Kalbach.

Die jüngeren Färsen wurden in zwei Klassen gerichtet. Hier erreichte „Becky vom Gladbachtal“ aus der Zucht und im Besitz von Katja Schneider aus Kleingladenbach in der ersten Klasse den 1a-Platz. „Ykea vom Bechtelsberg“, gezogen und im Besitz von Horst Kraft aus Ottrau konnte sich in der zweiten Färsenklasse den 1a-Preis sichern. Außerdem bekam „Ykea“ schließlich den Gesamtsieg der jüngeren Färsen zugespro­chen. Wei­tere Färsen wurden vor­gestellt von Johannes Bock aus Bu­chenau, von ZG Sölzer und Schmidt, Gu­densberg, Christian Huhn, Al­lendorf, Harald Battefeld aus Wiesenfeld, Arno Molter, Bad Schwalbach und Günter Wilhelmi, Löhlbach. Die Kuhklasse wurde an­geführt von „Maxima“, ei­ner sehr harmonischen Kuh. Ge­zogen wurde „Maxima“ von Hein­ricus Kal­ter aus Wennigsen und vorgestellt von der ZG Kahl und Schlichterle aus Ernsthausen. Die weiteren sehr guten Kühe kamen aus den Betrieben H. Battefeld, Wiesenfeld, M. Ernst, Bottendorf, K. Schneider aus Kleingladenbach sowie H. Kraft aus Ottrau.

Um den Titel des Galloway-Sie­gerbullen kämpften neben den drei Körbullen noch die beiden Alt­bullen „Ernie vom Werschehof“ (Z.: M. Werschmann, Leg­den), vorgestellt von Günter Wilhelmi, Löhlbach sowie „Black­craig Oddball“, gezogen in Schottland und nun im Besitz von Horst Kraft, Ottrau. „Oddball“ konnte seine Konkurrenten auf die Plätze verweisen und den Titel des Siegerbullen mit nach Hause nehmen.

Rotes Höhenvieh von Bedeutung

Den zweitgrößten Rasseblock stellte das Rote Höhenvieh. Der einzige aufgetriebene Bulle „Stolz vom Moosbach“ (Z.: Roßmann, Moosbach) vorgestellt vom Zucht­betrieb Jörg Bürger aus Arfeld hatte als diesjähriger Schätzbulle seinen großen Auftritt.

Die Konkurrenz der Kühe dominierte „Kathi“ (Z.: Klusmann, Dorsten), die vom Zuchtbetrieb Adelbert Limper, Richstein vorgestellt wurde. „Bille vom Mühlbach“ aus der Zucht und im Besitz von Jörg Bürger, Arfeld konnte die Klasse der tragenden Färsen für sich entscheiden, während „Ly­dia“ (Z.: Bode-Meyer, Einbeck) von Erich Koch, Deisel die Klasse der jüngeren Färsen gewin­nen konnte. Neben weiteren Tieren der Betriebe Bürger und Limper stellte auch die bekannte ZG Hesse und Müller aus Rengershausen Rinder der Rasse Rotes Höhenvieh aus. Außerdem stellte die ZG Hesse und Müller mit „Bergfee“ (Alpenzoo Innsbruck) zum ersten Mal eine Färse der Rasse Tux Zillertaler in Battenfeld aus. „Orkan vom Mönchberg“ der Körsieger der Highland-Bullen konnte sich auch in der Richtkonkurrenz durch­setzen. Hier nahm neben „Dillian vom Hermannsberg“ auch noch der Jungbulle „Sixtus“ aus der Zucht und im Besitz von Horst Röse, Bottendorf teil. Bei den Highland Cattle Kühen siegte „Ilka“ (Z.: Pohlmann und Röse, Bottendorf) aus dem Besitz von Horst Röse, Bottendorf vor „Siwa“, ebenfalls gezogen vom Zuchtbetrieb Pohlmann, Bottendorf und ausgestellt von Marjo Schengel, Löhlbach. Die Highland­färsen-Klasse gewann „Alber­ta vom Sinntal“ (Z.: Richter, Sinntal) ausgestellt von Gerhard Pe­ter­mann, Eschenrod vor „Berit vom Hohen Keller“ aus der Zucht und im Besitz von Claus Röder aus Jesberg. Die Zwergzebu-Konkurrenz konnte die Färse „Lilli“ vor „Bari“ für sich entscheiden. Beide wurden vorgestellt vom Zuchtbetrieb Wolfgang Lomp aus Lehnhausen. Bei den Welsh Black Färsen erhielt „Hanita“ vor ihrer Stallgenossin „Hermine“ den 1a-Preis zugesprochen. Beide Färsen wurden von Achim Vogt aus Nentershausen vorgestellt.

Jungzüchterwettbewerb

Traditionell fand auch in diesem Jahr wieder ein Jungzüchterwettbewerb statt. Die Klasse der älteren Teilnehmer konnte Lukas Bock für sich entscheiden, während Cathleen Battefeld die Klasse der jüngeren Teilnehmer domi­nierte und anschließend den Ge­samtsieg mit nach Hause nehmen konnte. Die weiteren Teil­nehmer: Philipp Schnei­der, Louis Battefeld, Niklas Söl­zer, Aaron Wilhelmi, Claudia Kress, Johannes Bock sowie Annalisa, die mit Bravour ihre Premiere bei einem Jungzüchterwettbewerb feierte. Für die gute Organi­sation und Durchführung der 15. Robust­rinderschau in Battenfeld wird herzlich der Familie Huhn und der Gemeinde Allen­dorf gedankt. Judith Bock, IgGZ