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Einwinterung und Reinigen der Feldspritze

Da die Pflanzenschutzgeräte über Winter im Allgemeinen nicht in frostfreien Räumen untergestellt sind, müssen Maßnahmen gegen das Auffrieren der Geräte ergriffen werden.

Damit die Geräte „frostsicher“ eingewintert werden können, müssen alle flüssigkeitsführenden Bauteile restlos entleert werden. Um das zeitaufwendige „Trockenlegen“ des Gerätes zu umgehen, kann die Spritze auch mit Kühler-Frostschutzmittel frostsicher gemacht werden. Dazu wird bei laufender Pumpe eine Mischung aus Frostschutzmittel und Wasser (Konzentration ist der Gebrauchsanleitung des jeweiligen Frostschutzmittels zu entnehmen) in die leere Pflanzenschutzspritze gegeben, so dass in alle Leitungen, Düsen und Ventile genügend frostsichere Flüssigkeit gelangt. Mit dieser Methode wird gleichzeitig das Austrocknen von Dichtungen und Membranen vermieden.

Im Frühjahr kann diese Mischung abgelassen, aufgefangen und im nächsten Herbst wieder verwendet werden. Bewegliche Teile wie Gelenkwelle der Drehgelenke am Spritzgestänge sollten geschmiert und Metallteile durch einen Rostschutzmittelsprühbelag vor Korrosion geschützt werden. Daneben sollte unbedingt an eine vorschriftsmäßige und frostfreie Lagerung der auf dem Betrieb vorhandenen Pflanzenschutzmittel gedacht werden.

Reinigung der Feldspritze: Wurden zuletzt Sulfonylharnstoff-Herbizide wie Lexus, Atlantis WG, Ciral oder Pointer SX ausgebracht, ist es ratsam, Reinigungsmittel wie Agroclean, Agro-Quick oder All clear Extra zu verwenden. Nach dem Spülen Düsen und Filter ausbauen, Blindstopfen öffnen und alle Teile durchspülen. Bei der Außen- und Innenreinigung der Pflanzenschutzspritze ist darauf zu achten, dass die Maßnahme auf keinen Fall auf einer versiegelten Fläche mit einem Ablauf in die Kanalisation erfolgen darf, denn jede punktuelle Belastung des Abwassers mit Pflanzenschutzmitteln ist zu vermeiden. Daher ist die Innen- und Außenreinigung auf dem Feld durchzuführen. LLH