Landjugend mit vollem Einsatz in Berlin
Hessische Landjugendliche zeigen großes Engagement
Traditionell bietet die Hessische Landjugend (HLJ) in jedem Jahr eine Fahrt zur Grünen Woche nach Berlin an. Neben dem Sightseeing in Berlin besuchen die jungen Menschen die Messe und auch zahlreiche Veranstaltungen wie den Junglandwirtekongress, das Jugendforum oder die Jugendveranstaltung, bei der sie sich informieren, neue Kontakte knüpfen und auch diskutieren. In diesem Jahr hat die HLJ noch großes Engagement zusätzlich gezeigt und die Konzeption sowie die Umsetzung des Bundesstandes der Landjugend übernommen. Außerdem präsentierte sie mit zahlreichen Aktionen in der Hessenhalle auch die bunte Vielfalt des Engagements junger Menschen aus dem ländlichen Raum Hessens.
Unter dem Motto „Spieglein, Spieglein auf dem Land“ gestaltete die HLJ einen Stand im Comic-Design, der eine fiktive Landschaft zeigte, die sowohl hessische Wahrzeichen abbildete als auch Figuren, die für die bundesweiten Aktivitäten stehen. So trällerte beispielsweise der Rattenfänger von Hameln über einen Weg, weil der kommende Deutsche Landjugendtag im niedersächsischen Hameln stattfinden wird. Die HLJ wiederum brachte den Kasseler Herkules sowie die Skyline von Frankfurt mit.Märchen geben Gesprächsanlässe
Die Idee war es, die Märchen der Brüder Grimm aufzunehmen, die bekanntermaßen ihren Ursprung in Hessen besitzen sollen, um so Gesprächsanlässe zu schaffen, denn Märchen kennen viele Menschen. So war an einer Seite eine gedeckte Tafel mit Bembel zu sehen, die vor Ort nochmal mit einem echten Tisch weitergeführt und mit zahlreichen Lebensmitteln zu einer Tafel dekoriert wurde. Das Märchen „Tischlein deck dich“ stand hier Pate und lud zum Diskutieren über die Situation in der Landwirtschaft ein. Es wurde deutlich, dass sich der Tisch daheim nicht von alleine deckt und was Landwirtinnen und Landwirte hierfür alles tun müssen, um gute Nahrungsmittel zu produzieren. „Vor allem Kinder waren überrascht, als ihnen deutlich wurde, was es ohne Landwirtinnen und Landwirte nicht geben würde“, sagt Lukas George, Landesvorsitzender der HLJ.
Eine Station weiter gab es den Wunschbrunnen. „Hier ging es darum, eigene Ideen, Sorgen oder eben Wünsche in Bezug auf das Leben im ländlichen Raum zu äußern“, erläutert HLJ-Landesvorsitzende Johanna Friedewald. „Es war schön zu sehen, wie viele Gedanken sich Menschen hier gemacht haben.“ Im Brunnen selbst landeten dabei universelle Wünsche wie „Frieden“, „keine Krankheiten mehr“ oder auch „keine Unfälle“, die vor allem Schulkinder äußerten. In Bezug auf den ländlichen Raum wurden unter anderem Wünsche nach einem „besseren ÖPNV“, „gute allgemeine InÂfrastruktur in der Fläche“ und die Sorge, der ländliche Raum könnte in Zeiten von knapper werdenden Haushalten in Vergessenheit geraten, häufig genannt. In Bezug auf die Landjugend gab es zahlreiche gute Wünsche für die Zukunft, aus denen deutlich wurde, wie wichtig viele Menschen die Arbeit des größten Jungenverbandes in der Fläche finden.
Zusätzlich hierzu luden ein Trachtenmemory sowie ein Wurfspiel zu spielerischen Aktivitäten ein. Mit dem vorbereiteten Quiz testeten die jungen Menschen zudem das Wissen der Besucher rund um die Themen Landwirtschaft, Brauchtum und Trachten sowie weitere Landjugendthemen.
hlj – LW 5/2026
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