Markttelegramm KW 1

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Trotz der fehlenden Schlachttage bleibt die Angebotslage am regionalen Schlachtrindermarkt zum Jahresbeginn weitgehend ausgeglichen. Der geringere Bedarf der Vermarkter wird durch das rückläufige Erzeugerangebot kompensiert. Nach bundesweiten Vorgaben tendieren die Auszahlungspreise über alle Kategorien fest. Thema in der Branche ist die Fusion zweier großer Schlachtbetriebe in der Eifel.
Schlachtschweine Der Schlachtschweinemarkt startet schwach ins neue Jahr. Die Angebotsüberhänge haben sich über die schlachtfreien Feiertage weiter aufgebaut und der Rückstau in der Mast bereitet zunehmend Probleme. Die Auszahlungspreise stagnieren auf niedriger Basis.
Ferkel Für die erste Woche des neuen Jahres bleibt es am regionalen Ferkelmarkt bei unveränderten Preisen. Hoffnungen auf saisonal anziehende Notierungen sind angesichts der zu langsam frei werdenden Mastplätze noch zu früh.
Nutzkälber Über den Jahreswechsel waren so gut wie keine Geschäfte am heimischen Nutzkälbermarkt zu vermelden. Die Preise verharren daher auf dem zuletzt sehr schwachen Niveau.
Eier/Geflügel Nach einem turbulenten Weihnachtsgeschäft am Eiersektor, pendeln sich die Bestellungen des LEH langsam wieder auf einem jahreszeitüblichen Niveau ein. Die Angebotsdecke ist gut ausreichend, die Preise konnten sich zuletzt leicht festigen. Auch Geflügel wurde über die Festtage verstärkt nachgefragt, insbesondere Saisongeflügel fand gut Abnehmer zu festen Preisen. Erleichtert zeigt sich die Branche, dass der harte Brexit in letzter Minute abgewendet werden konnte. Die jüngste Entwicklung der Aviären Influenza führt dagegen zu Besorgnis.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der Getreidehandel ist zum Jahresbeginn noch nicht wieder angelaufen. An den Landlägern wird ferien- und coronabedingt mit reduziertem Personal gearbeitet; Dispositionen und die Abwicklung bestehender Lieferkontrakte stehen im Vordergrund. Feste Vorgaben internationaler Terminmärkte zeigen am heimischen Kassamarkt nur zeitverzögert Wirkung. Bei anziehenden Offerten für Brot- und Futtergetreide rechnen Erfasser mit rasch steigender Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft. Die Rapskurse haben sich spürbar befestigt, bei schwachem Angebot lassen sich Preise über 400 €/t realisieren.
Futtermittel Nach Korrekturen an den internationalen Ölschrotmärkten ist der Preisauftrieb zumindest für Sojaschrot am regionalen Markt für Futtermittel gestoppt. Rapsschrot hingegen auf die Anschlusstermine mit weiteren Preisaufschlägen. Mischfutter weiter auf hohem Preisniveau und nur sehr verhalten auf den vorderen Bedarf disponiert.
Kartoffeln Der LEH ist derzeit gut mit Kartoffeln versorgt. Angebot und Nachfrage sind ausgewogen, das Preisniveau unverändert. Da die Abpacker nach wie vor aus den Vollen schöpfen können, war die Marktversorgung über die Festtage kein Problem. Auch bei den Preisen musste niemand zulegen. Landwirte sind angesichts der durchwachsenen Lager-Qualitäten der Knollen froh, wenn sie diese räumen dürfen.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 1/2021