Markttelegramm KW 1

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Trotz der langen Woche zwischen den Jahren, ist der Handel am regionalen Schlachtrindermarkt deutlich zurückgegangen. Das Erzeugerangebot wird zum Jahresbeginn als nur knapp ausreichend bewertet und die Vermarkter gewähren über alle Kategorien Preisaufschläge. Die Bestellmengen aus Zerlegung und Metzgereigeschäft bleiben jedoch überschaubar, so dass Preisspielräume begrenzt bleiben.
Schlachtschweine In der Schlachtwoche zwischen den Feiertagen haben sich keine weiteren Angebotsüberhänge gebildet und Vermarkter berichten von ausgeglichenen Marktverhältnissen. Mit Absatzimpulsen kann pandemiebedingt in der nächsten Zeit kaum gerechnet werden, mit steigenden Preisen leider auch nicht.
Ferkel In der laufenden ersten Kalenderwoche 2022 zeigt sich der heimische Ferkelmarkt ausgewogen. Die angebotenen Tiere können gut am Markt platziert werden. Von einer moderat steigenden Preisentwicklung kann ausgegangen werden.
Nutzkälber Saisonbedingt ist nur wenig Handel mit Kälbern zu verzeichnen. Das umfangreiche Angebot findet wenig Absatz. Dies dürfte zu weiteren Preisrücknahmen führen.
Eier/Geflügel Die Hausse am Eiermarkt klingt mit dem zurückliegenden Weihnachtsgeschäft ab. Der LEH ordert kontinuierlich Ware, das Interesse der Verarbeiter nimmt etwas Fahrt auf. Von nennenswerten Überhängen wird nicht berichtet, lediglich Bodenhaltungseier sind etwas üppiger am Markt vorhanden. Die Notierungen zeigen sich leicht rückläufig. In der ersten Januarwoche nimmt das Angebot an Puten- und Hähnchenteilen im LEH wieder zu. Saisongeflügel wie Enten und Gänse sind in der Nachfrage deutlich gesunken, Suppenhennen werden dagegen gut abgesetzt. Preise bleiben fest.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die Märkte für Getreide und Ölsaaten bleiben auch nach dem Jahreswechsel fest gestimmt. Internationale Wetternachrichten und die starke Exportnachfrage stützen das hohe Kursniveau an den Terminmärkten. Regional bleiben die Handelsaktivitäten auf Erfasserstufe sehr begrenzt. Die Nachfrage der Mühlen und Futtermischer ist noch nicht richtig angelaufen und die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft war zuletzt rückläufig. Zudem werden die Restmengen alterntiger Ware als sehr überschaubar eingeschätzt. Insgesamt werden Brot- und Futtergetreide in der laufenden Woche etwas schwächer bewertet, Raps und Braugerste bleiben gesuchte Artikel und erzielen neue Preisrekorde.
Futtermittel Ölschrote tendieren zum Jahresanfang uneinheitlich; während Rapsschrot leichte Abschläge verzeichnet legen die Sojaschrotkurse nach internationalen Vorgaben ordentlich zu. Am Mischfuttermarkt stagnieren die Preise auf der hohen Basis des Vormonats. Konsum und Handel disponieren sehr verhalten.
Kartoffeln Nach der etwas lebhafteren Kartoffelnachfrage vor Weihnachten, zeigt sich in der ersten Januarwoche eine leichte Absatzflaute. Erzeuger sind derzeit dabei die Lagervorräte zu räumen, wobei ein höherer Sortieraufwand vonnöten ist. Die Qualitäten sind nicht überall zufriedenstellend. Die Preise dürften vorerst auf dem vorhandenen Niveau verharren.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 1/2022