Markttelegramm KW 10

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das Angebot an Schlachtrindern bleibt begrenzt und lässt sich, insbesondere bei den weiblichen Kategorien, ohne größere Probleme vermarkten. Jungbullen werden verhaltener nachgefragt und vereinzelt kommt es zu leichtem Preisdruck. Das Schlachtkuh-Angebot kann den Bedarf oft nur knapp decken, die Preise ziehen weiter an. Demgegenüber verläuft der Markt für hochwertigere Qualitäten nicht immer ganz so reibungslos, es herrschen aber auch hier stabile Preise vor.
Schlachtschweine Bundesweit wird von einem eher begrenzten Angebot berichtet. Die Nachfrage kann nicht immer gedeckt werden. Nach dem Preisanstieg in der 9. KW werden nun weitere Preisverbesserungen nicht ausgeschlossen. Die Impulse aus dem inländischen Fleischhandel bleiben aktuell eher klein, demgegenüber belebt der verbesserte Export (aus vielen EU-Ländern) in Richtung Asien den Schweine-Markt.
Ferkel Das Kaufinteresse an Ferkeln ist aktuell größer als das zur Verfügung stehende Angebot. Mit der aktuellen Preisentwicklung am Schweinemarkt fassen die Mäster wieder Mut und stallen schneller neue Ferkel ein, auch die Preise für Ferkel ziehen weiter an.
Nutzkälber Im Verhältnis zur leicht anziehenden Nachfrage fällt das Angebot an Nutzkälbern fortgesetzt begrenzt aus und die Preise können sich insgesamt leicht festigen. Im Nachfragefokus stehen nur bessere Qualitäten. Weitere Preissteigerungen stehen zu erwarten. Unklar bleibt aber die Situation über ggf. ab dem 15.03. zwingend geforderte "Vorlaufatteste", wenn Tiere in den Export gehen sollen.
Eier/Geflügel Hochkonjunktur am Eiermarkt. Vor Ostern werden Eier auf Ladenstufe lebhaft nachgefragt. Die Verarbeiter ordern verstärkt Ware, auch Färbereien nehmen zügig Eier aus dem Markt. Eier aller Kategorien sind nicht gerade üppig am Markt vorhanden. Aufgrund dessen ziehen die Preise weiter an. Auch am Geflügelsektor läuft der Handel mit Hähnchen- und Putenfleisch rege. Der Beginn der Grillsaison zu Ostern lässt auf eine noch lebhaftere Verbrauchernachfrage hoffen. Die Preise bleiben vorerst stabil.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten An den hiesigen Landlägern steht das Betriebsmittelgeschäft im Rahmen der laufenden Frühjahrsbestellung im Vordergrund. Im Handel mit alterntiger Ware kommen nur noch Einzelgeschäfte zustande, die individuell, den hohen Vorgaben der Präsenzbörsen entsprechend, kalkuliert werden. Besonders die Rapskurse erreichen neue Höchststände und bei Offerten des Handels für die Ernte 2021 deutlich über der 400 EUR Linie, nimmt die Verkaufsbereitschaft in der Landwirtschaft spürbar zu.
Futtermittel Die Forderungen für Raps- und Sojaschrot ziehen nach festen internationalen Vorgaben weiter an. Die Nachfrage begrenzt sich auch bei Mischfutter nur auf den dringenden, vorderen Bedarf.
Kartoffeln Nachfrage und Marktversorgung im Speisekartoffelbereich sind weiterhin gut. Die Geschäfte laufen stetig. Die Qualitäten lassen saisonbedingt etwas nach. Französische Importe sind fester Bestandteil des Sortiments. Zyprische und ägyptische Frühkartoffeln sind in kleinen Mengen im Angebot. Die Frühkartoffelpflanzungen in der Pfalz gehen zügig voran. Die voraussichtliche Anbaufläche wird bei etwa 4.000 ha liegen, davon ca. 25 % unter Folie. Die Preise bleiben auf dem bisherigen niedrigen Niveau.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 10/2021