Markttelegramm KW 10

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Am regionalen Schlachtrindermarkt bleiben Schlachttiere aller Kategorien gleichermaßen gesucht und ein Ende des Preisanstiegs ist weiterhin nicht in Sicht. Im Fleischhandel mehren sich die Widerstände gegen das hohe Preisniveau, um die Ware zu bekommen werden die Aufschläge letztlich doch gewährt.
Schlachtschweine Das Erzeugerangebot am Schlachtschweinemarkt hat sich weiter verknappt und die Preisempfehlung der Erzeugergemeinschaften konnte in der Vorwoche deutlich angehoben werden. Die Schlachtunternehmen akzeptieren die Preissteigerungen weitgehend und die Vermarktung verläuft reibungslos. Im Hinblick auf den baldigen Beginn der Grillsaison rechnen Vermarkter mit weiteren Preisaufschlägen.
Ferkel Im Sog der stark steigenden Schlachtschweinepreise ziehen auch die Ferkelpreise kräftig an. Bis zu 13,00 €/Stück werden für die kommende Woche prognostiziert. Das bestehende Ferkelangebot kann die rege Nachfrage nicht bedienen.
Nutzkälber Das verfügbare heimische Angebot an Nutzkälbern kann gut am Markt platziert werden. Allerdings wird die Preisentwicklung gedämpft durch Importe aus Irland. Lediglich für bessere Qualitäten werden aufgrund guter Nachfrage etwas festere Preise durchgesetzt.
Eier/Geflügel Freundliche Tendenzen am Eiermarkt. Der LEH ordert stetig Ware, lebhafter sind die Bestellungen von Verarbeitungsindustrie, Färbereien und Gastronomie. Freiland- und Bio-Eier sind knapp, Bodenhaltungsware ist bedarfsdeckend vorhanden. Die Preise konnten sich weiter festigen. Am Geflügelsektor explodieren die Kosten. Teures Mischfutter, Verknappung der Rohstoffe durch die Ukrainesituation sowie Keulungen aufgrund der Aviären Influenza treiben die Notierungen in die Höhe. Auch Verbraucher spüren dies auf Ladenstufe, die Preise ziehen an.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Mit der Zuspitzung des Ukrainekonflikts erreichen die Kurse an den Terminbörsen neue Höchststände. Am Kassamarkt finden auf Basis der Matif-Notierungen aktuell keine Neugeschäfte statt und die regionalen Erfasser haben Ihre Preismeldungen weitgehend ausgesetzt. Die extremen Kursschwankungen machen eine Preiskalkulation aktuell kaum möglich und Geldkurse kommen nur auf Anfrage und bei direktem Geschäftsabschluss zustande. Händler empfehlen zunächst Ruhe zu bewahren.
Futtermittel Die Verunsicherung am regionalen Markt für Futtermittel hält an. Nach den massiven Preissteigerungen für Futtergetreide und Ölschrote befürchten alle Marktbeteiligten weitere deutliche Preissteigerungen für alle Mischfutter und Einzelkomponenten.
Kartoffeln Die Geschäfte am Kartoffelmarkt laufen ruhig. Durch Lockerungen der Coronamaßnahmen könnten Impulse aus dem Außer-Haus-Verzehr und der Gastronomie kommen. Einheimische Speiselagerkartoffeln bestimmen noch das Angebot, französische Speisekartoffeln aber mit zum Teil starkem Sortimentsanteil im LEH. Bei guten Witterungsbedingungen sind die Pflanzarbeiten zügig vorangekommen. Folienware ist weitgehend im Boden. Der Umfang der Frühkartoffelfläche wird etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Preise bleiben fest.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 10/2022