Markttelegramm KW 11

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das Erzeugerangebot an weiblichen Kategorien hat sich am regionalen Schlachtrindermarkt wieder leicht erhöht. Bei ungebremster Nachfrage, vor allem überregionaler Vermarkter, tendieren die Auszahlungspreise weiter stabil. Das Metzgereigeschäft verläuft saisontypisch verhalten und die Erzeugerpreise für Jungbullen und Metzgerfärsen können sich nur knapp behaupten.
Schlachtschweine Trotz der anhaltend knappen Versorgungslage am Schlachtschweinemarkt, rechnen Vermarkter für die laufende Woche mit leichten Preiskorrekturen. Vorboten sind die schwächer verlaufende Internetbörse und die um sich greifende Verunsicherung aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus.
Ferkel Die Nachfrage nach Ferkeln ist nach wie vor rege, das Angebot knapp. Dennoch haben sich die Preise auf dem hohen Niveau der Vorwoche eingependelt und ziehen vorerst nicht weiter an. Ob die Preisspitze erreicht ist bleibt noch abzuwarten.
Nutzkälber Das insgesamt verfügbare Kälberangebot fällt nicht allzu groß aus. Die Nachfrage läuft stetig, die Preise tendieren stabil bis leicht fester. Gut mastfähige Qualitäten sind gefragt und gesucht.
Eier/Geflügel Nicht nur das bevorstehende Osterfest, auch die mögliche Ausbreitung des COVID-19 befeuern die Situation am Eiersektor. Die Verbraucher bevorraten umfangreich, LEH und Industrie ordern rege Ware. Noch ist das Angebot an Eiern bedarfsgerecht, vereinzelt kam es dennoch zu Lieferengpässen. Die Preise ziehen weiter an. Am Geflügelmarkt ist derzeit Hähnchenfleisch besonders gefragt, hierfür konnten Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Putenbrust steht teils unter Druck, aufgrund des drängenden Importangebots nur niedrigpreisig vermarktbar. Suppenhennen rege gefragt.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der Crash an den internationalen Rohstoffbörsen zum Wochenbeginn sorgt für starke Verunsicherung bei den Akteuren am regionalen Getreidemarkt. Der Erfassungshandel setzt die Gebote für Brot- und Futtergetreide um bis zu 10 €/t herab, für Raps auch teilweise deutlich mehr. Die genannten Kurse haben jedoch zunächst nur nominellen Charakter, da weder Abgeber noch Käufer im Chaos agieren wollen. Für die letzten Positionen an alterntiger Ware wird auf die baldige Erholung der Märkte gesetzt. Für die neue Ernte steht die oftmals schon verspätete Frühjahrsbestellung im Vordergrund. Auch für die laufende Woche verzögern umfangreiche Niederschläge die dringend notwendigen Dünge- und Pflegemaßnahmen.
Futtermittel Trotz schwacher Vorgaben vom Ölmarkt, haben sich die Verluste für Ölschrote begrenzt. Vor allem bei Sojaschrot weisen die vorderen Termine teils deutliche Prämien auf. Der Handel verläuft hier, wie auch am Mischfuttermarkt, sehr verhalten.
Kartoffeln Der Kartoffelmarkt steht weiter unter dem Einfluss der coronabedingten Bevorratungseinkäufe. Die Nachfrage ist gut, Verbraucher lagern ein. Frühe Importware spielt derzeit im LEH praktisch noch keine Rolle. In der Pfalz werden vereinzelt Frühkartoffeln ausgepflanzt, aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse aber noch nicht im gewünschten Umfang. Preise ohne wesentliche Änderungen.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 11/2020