Markttelegramm KW 11

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das Erzeugerangebot am Schlachtrindermarkt fällt übergebietlich und über alle Kategorien hinweg weiter äußerst begrenzt aus. Auch regionale Vermarkter müssen daher weiter kräftige Preisaufschläge gewähren, um ihren Bedarf decken zu können. Die großen Preissprünge lassen sich nur verzögert auf die folgenden Handelsstufen übertragen, hier entstehen auch erste Widerstände.
Schlachtschweine Das Lebendviehangebot am Schlachtschweinemarkt hat sich derart verknappt, dass selbst die massive Preissteigerung in der Vorwoche keine Gegenwehr der Vermarkter auslöst. Preisexplosion bei Futtermittel und Energie lassen den Mehrerlös bei den Mästern jedoch schnell abschmelzen.
Ferkel Am hiesigen Ferkelmarkt kann die rege Nachfrage durch das knappe Angebot nicht bedient werden. Ein starker Preisanstieg, bis zu 13 €/St., ist die Folge.
Nutzkälber Das kleine Nutzkälberangebot kann flott am Markt platziert werden. Die Importe aus Irland dämpfen jedoch die Preisentwicklung. Für gute Kälber werden aufgrund der lebhaften Nachfrage dennoch leicht festere Preise in der laufenden Woche erwartet.
Eier/Geflügel Eiermarkt floriert. Der Absatz im LEH ist kontinuierlich, Richtung Ostern ist mit steigendem Verbraucherinteresse zu rechnen. Die Färbereien signalisieren Kaufbereitschaft für weiße Ware. Noch ist das Eierangebot ausreichend, einzelne Kategorien könnten aufgrund von AI-Ausfällen jedoch knapp werden. Preise steigend. Am Geflügelsektor ziehen die Preise aufgrund der hohen Futter- und Energiekosten an. Die Nachfrage nach Hähnchen, Puten und Althennen auf Ladenstufe ist ungebrochen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Nach dem Preisschock durch die Ukraine-Krise, erfolgt in der laufenden Woche die Konsolidierung und die Kurse für Weizen, Mais und Raps pendeln von den Rekordständen der letzten Woche zurück. Alle Marktbeteiligten agieren fortgesetzt mit maximaler Vorsicht und Preise für physische Neugeschäfte kommen nur auf Anfrage zustande. So stellen die genannten Erzeugerpreise nur eine Momentaufnahme dar, Handelsaktivitäten kommen auf der Preisbasis regional kaum zustande.
Futtermittel Preissteigerungen von 50 - 100 EUR/t für Mischfuttermittel werden von hiesigen Marktbeteiligten als Abwehrpreise wahrgenommen. Die Industrie kann wegen extremer Preissprünge bei den Rohstoffen kaum nachhaltig kalkulieren und die hier genannten Einkaufspreise haben somit rein nominellen Charakter. Dringende Bedarfsgeschäfte werden auf Anfrage mit kurzfristiger Preisfindung abgewickelt. Die Tagespreise für Soja- und Rapsschrot schwanken stark, auch hier führt das massiv gestiegene Preisniveau zu einem Einbruch der Handelsaktivitäten.
Kartoffeln Bei einem ausgeglichenen Verhältnis von Nachfrage und Angebot präsentiert sich der Speisekartoffelmarkt sehr stabil. Der Abverkauf läuft ruhig aber stetig. Der Aufwand bei der Rohwarenaufbereitung steigt. Das Angebot im LEH an französischen Importen könnte sich ausweiten. Wesentliche Nachfrageimpulse aus der Gastronomie fehlen noch, werden aber in den nächsten Wochen erwartet. Die Preise haben sich nicht verändert.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 11/2022