Markttelegramm KW 12

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das Erzeugerangebot am regionalen Schlachtrindermarkt hat zugenommen und ist dem Vernehmen nach über alle Kategorien gut ausreichend. Der Fleischabsatz bleibt bei verhaltenem Vorostergeschäft und anhaltenden Pandemiebeschränkungen begrenzt. Erzeuger müssen im Wochenverlauf mit weiteren Preisabschlägen bei Jungbullen und nun auch bei Schlachtkühen rechnen.
Schlachtschweine Die Erholungsphase am Schlachtschweinemarkt hat eine Pause eingelegt und die Erzeugerpreise sind in der Vorwoche nicht weiter gestiegen. Die stetige Nachfrage der Vermarkter und ausgeglichene Marktverhältnisse im europäischen Umfeld, stützen eine stabile Preisentwicklung.
Ferkel Das Ferkelangebot fällt weiterhin nicht vollständig bedarfsdeckend aus. Weiter ansteigende Preise sind in der laufenden Berichtswoche die Folge.
Nutzkälber Die Nutzkälberpreise ab Hof bleiben stabil. Gute Qualitäten sind gesucht, sodass hier eine leicht freundlichere Entwicklung mit festeren Notierungen erwartet wird.
Eier/Geflügel Das Angebot an Eiern ist bedarfsdeckend. Von einer deutlichen vorösterlichen Nachfragebelebung ist noch nicht allzu viel zu spüren. Zur Karwoche werden die Bestellungen des LEH jedoch noch deutlich anziehen. Die Preise sind im Laufe der Berichtswoche weiter fest. Die Nachfrage nach Geflügelfleisch übertrifft das Vorjahresniveau. Hähnchen- und Putenteile werden auf Verbraucherebene rege nachgefragt. Aufgrund der kühlen Witterung fällt der Start ins Grillgeschäft jedoch eher verhalten aus. Die Preise bewegen sich auf Vorwochenniveau.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Auch in der laufenden Woche werden die Offerten für Brot- und Futtergetreide am regionalen Getreidemarkt weiter leicht zurückgenommen. Die Spitzennotierungen der Vorwochen sind nicht mehr erzielbar und die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft nimmt spürbar ab. Im Vorfeld konnten jedoch erhebliche Mengen über Lieferkontrakte der Ernte 2021 in die Bücher genommen werden. Eine aktuelle Umfrage bestätigt den faktischen Ausverkauf der alten Ernte, mit den geringen Restbeständen wird auf bessere Vermarktungsoptionen in Quartal 2 spekuliert. Die Rapskurse haben sich nach Vorgaben der Matif ebenfalls ermäßigt, bei Kursen jenseits der 400er Marke, ist ein großer Teil der neuen Ernte in die Bücher genommen worden.
Futtermittel Die jüngsten Preisrücknahmen für Ölschrote haben noch keinen Einfluss auf die verhaltene Nachfrage von Konsum und Handel genommen. Im Fokus bleibt der dringende vordere Bedarf und das Termingeschäft bleibt vernachlässigt. Auch im Mischfutterhandel dominiert das Tagesgeschäft, die Rohstoffpreisentwicklung zwingt die Hersteller zu ständigen Preisanpassungen.
Kartoffeln Der Speisekartoffelmarkt bleibt gut versorgt. Das anstehende Osterfest könnte für einen leichten Nachfrageschub sorgen. Die Absortierungen steigen etwas an, liegen aber im saisonalen Rahmen. Mit Beginn der Spargelsaison ist eine Nachfragebelebung nach Speisefrühkartoffeln zu erwarten. In der Pfalz sind 75 bis 80 % der frühen Sorten im Boden. Die Preise bleiben fest.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 12/2021