Markttelegramm KW 13

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Die Corona-Krise führt zu starken Verwerfungen am regionalen Schlachtrindermarkt. Der wegbrechende Export ins südliche und westliche EU-Ausland, sowie die stillgelegte Gastronomie, führen zu massiven Problemen beim Absatz in der Zerlegung. Gleichzeitig schnellen die Umsätze im LEH und Metzgereigeschäft in die Höhe. Die Erzeugerpreise für Kühe und Zerlegefärsen behaupten sich nur knapp auf dem herabgesetzten Niveau der Vorwoche; Jungbullen und Metzgerfärsen wieder stabilisiert.
Schlachtschweine Die Lage am Schlachtschweinemarkt hat sich stabilisiert, das Erzeugerangebot pendelt wieder auf ein normales Niveau zurück und die Nachfrage der Vermarkter ist lebhaft.
Ferkel Das Ferkelangebot ist nicht allzu groß, die Nachfrage wird zumeist als stetig beschrieben. Durch die jüngsten Preiskorrekturen am Schlachtschweinemarkt macht sich auch am Ferkelmarkt eine Verunsicherung bemerkbar. Deutlich fallende Preise sind die Folge.
Nutzkälber Infolge der Corona-Krise ist der Absatz an Kalbfleisch stark zurückgegangen. Die Schlachtungen sind reduziert. Die Mäster kaufen nur noch bedingt Kälber zu. Die Preise sind im freien Fall. Vergleichsweise gut absetzbar sind bestenfalls nur noch gut mastfähige Qualitäten.
Eier/Geflügel Am Eiermarkt ist eine deutlich verstärkte Nachfrage im LEH festzustellen. Allerdings kann es aufgrund fehlender Mitarbeiter schwierig werden, die Logistik- und Produktionsketten im gewohnten Maße aufrecht zu erhalten. Aktuell wird am Spotmarkt kaum noch geeignete Ware für den LEH offeriert. Die Preise werden tendenziell eher anziehen. Auch am Geflügelsektor ist der Verbrauch gegenüber der vergangenen Woche im LEH rasant gestiegen. Dagegen war der Absatz in andere Marktsegmente eher ruhig. Die Schließung von Schulen, Restaurants und die Absage von Großveranstaltungen verringerten den Absatz im Außer-Haus-Verbrauch. Die Preise konnten sich dennoch festigen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die Kurse an den Terminbörsen haben sich teils kräftig von den herben Verlusten der Vorwochen erholt. Europäischer Weizen wird über eine günstigere Euro-Parität wieder attraktiver für den Export. Zudem führt die steigende Verbrauchernachfrage nach Mehl und Nudelprodukten zu entsprechenden Absatzimpulsen in der Mehlindustrie. An den Landlägern des Landes steht momentan immer noch das Betriebsmittelgeschäft im Vordergrund und die stark schwankenden Preise, haben mangels Erzeugerangebot, meist nur nominellen Charakter. Die Rapskurse haben sich nur leicht stabilisiert, Braugerste hingegen fortgesetzt unter Preisdruck.
Futtermittel Am regionalen Markt für Futtermittel ziehen die Einkaufspreise für Ölschrote weiter an; im Fokus bleiben die vorderen Termine mit teils kräftigen Prämien. Mischfutter bei ruhiger Nachfrage stabil.
Kartoffeln Die Verbrauchernachfrage am Kartoffelmarkt ist immer noch rege. Das vorhandene Angebot ist zwar ausreichend, steht aber aufgrund von Lieferengpässen nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Preise halten ihr bisheriges Niveau. Die Pflanzungen von Kartoffeln in der Pfalz können aufgrund der momentanen trockenen Witterung problemlos durchgeführt werden.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 13/2020