Markttelegramm KW 14

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Die Absatzlage am Schlachtrindermarkt verschärft sich im Umfeld der Corona-Krise weiter. Die Schließung eines marktrelevanten Schlachtbetriebs im nördlichen Landesteil macht deutlich, welchem Druck die Vermarkter ausgesetzt sind. Vor allem der wegbrechende Absatz in der Gastronomie und im Export lässt sich in keiner Weise kompensieren, auch der flotte Abverkauf an der Ladentheke verschafft nur begrenzt Entlastung. Erzeuger müssen sich über alle Kategorien auf weitere Preisabschläge einstellen.
Schlachtschweine Der Schlachtschweinemarkt ist von rückläufigem Lebendviehangebot, aber reger Nachfrage der Vermarkter geprägt. Für die laufende Schlachtwoche wird mit stabiler Preisentwicklung gerechnet.
Ferkel Am regionalen Ferkelmarkt stehen sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Nach Vorgaben des Schlachtschweinemarktes können sich auch die Ferkelpreise auf erreichter Basis behaupten.
Nutzkälber Am regionalen Nutzkälbermarkt führt der starke Absatzeinbruch, vor allem in der Kälbermast, zu massivem Preisdruck und gerade schwächere Tiere lassen sich nicht mehr vermarkten. Aber auch gut mastfähige Kreuzungskälber nur noch mit deutlichen Preisabschlägen absetzbar.
Eier/Geflügel Die Corona-Krise bestimmt weiterhin das Marktgeschehen am Eiermarkt. Die Bestellmengen im LEH übersteigen das gewohnte Niveau deutlich. Der Einsatz von Eiern im Außer-Haus-Verbrauch stagniert dagegen ganz. Es bleibt abzuwarten, ob alle Lieferketten und Produktionsabläufe aufrecht erhalten werden können. Das Angebot wird knapper, die Preise bleiben fest. Auch die Nachfrage nach Geflügelfleisch im LEH ist sehr lebhaft. Der Start in die private Grillsaison sowie das näher rückende Osterfest führen üblicherweise zu steigender Nachfrage an Geflügelfleisch. Die Preise bleiben vorerst stabil.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Steigende Exportnachfrage und zunehmender Bedarf der Mehlindustrie sorgen für stabile Terminmarktnotierungen und einen festen Kassamarkt. Regionale Erfasser heben ihre Gebote für Brot- und Futtergetreide zwar weiter an, die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft bleibt zunächst jedoch verhalten. Zum einen sind die Lagerbestände der alten Ernte sehr überschaubar, zum anderen stehen oft noch die Feldarbeiten im Rahmen der Frühjahrbestellung im Vordergrund. Auch die neue Ernte wird eher besprochen als gehandelt. Braugerste ist auch auf spätere Termine nicht vermarktbar und ein Not-Absatz in die Futterschiene ist nicht mehr auszuschließen. Rapsmarkt nach Vorgaben der Matif mit weiteren leichten Kursgewinnen aber regional ohne Geschäftsimpulse.
Futtermittel Die Notierungen für Ölschrote legen weiter zu, vor allem vordere Ware knapp und mit deutlichen Aufgeldern. Mischfutter ebenfalls fester bewertet und mit belebter Nachfrage auf vordere Termine.
Kartoffeln Nach den zu Beginn letzter Woche ruhiger laufenden Umsätzen wurden Speisekartoffeln zum Wochenende hin wieder lebhafter nachgefragt. Zur Marktversorgung werden auch Mehrnutzungssorten geordert. Neben französischen Herkünften ergänzen ägyptische Frühkartoffeln das Angebot im LEH. Unter den günstigen Witterungsbedingungen laufen die Kartoffelpflanzungen auf Hochtouren. Die Lagerbestände in der Direktvermarktung sind zum Teil schon ausverkauft. Das Preisniveau bleibt stabil.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt