Markttelegramm KW 15

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das Erzeugerangebot am regionalen Schlachtrindermarkt bleibt gut ausreichend. Der Fleischabsatz in der Zerlegung verläuft stetig und in der Folge können sich die Auszahlungspreise für Kühe und Färsen meist gut behaupten. Das Metzgereigeschäft läuft nicht immer rund, vereinzelt müssen für Jungbullen Preisabschläge in Kauf genommen werden.
Schlachtschweine Wetter und Pandemie verzögern den Beginn der Grillsaison und die Schlachtungen am deutschen Schlachtschweinemarkt verlaufen gebremst. Das Lebendviehangebot bleibt jedoch begrenzt und wird reibungslos von den Vermarktern aufgenommen. Bei insgesamt anhaltend ausgeglichener Marktlage kann weiter mit stabilen Auszahlungspreisen gerechnet werden.
Ferkel Am regionalen Ferkelmarkt findet das Angebot weiterhin vollständig und zügig seine Käufer obwohl die Nachfrage sich insgesamt etwas ruhiger gestaltet. Die Preise entwickeln sich fortgesetzt sehr stabil.
Nutzkälber Einer stetigen Nachfrage nach Nutzkälbern steht ein knappes Angebot gegenüber. Insbesondere bessere Qualitäten sind zum Teil gesucht. Die Ab-Hof-Preise tendieren stabil bis fest.
Eier/Geflügel Der Eiermarkt präsentiert sich nach den Ostertagen schwächer. Das Angebot ist im Schnitt gut bedarfsdeckend. Lediglich Bio-und Freilandeier bleiben knapp. Das Angebot an XL-Eiern könnte sich aufgrund vermehrter Althennenschlachtungen verknappen. Die Preise geben nach. Dagegen steigende Marktaktivitäten am Geflügelmarkt. Mit anziehenden Grillaktivitäten könnte sich das Angebot in Teilbereichen verknappen. Die Schlachtereiabgabepreise steigen an.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Nachdem ein Großteil der Frühjahrsbestellung abgeschlossen ist, steht nun an den regionalen Landlägern wieder die Abwicklung bestehender Lieferkontrakte im Vordergrund. Neugeschäfte kommen auf herabgesetzter Preisbasis kaum mehr zustande, alterntige Ware ist umfassend geräumt. Auch das Kontraktgeschäft mit der neuen Ernte ist weitgehend zum Erliegen gekommen; zum einen sind schon überdurchschnittliche Mengen in den Büchern - zum anderen bereitet aktuell die kühle Witterung mit Frostnächten Sorge, vor allem für die teils weit entwickelten Rapsbestände.
Futtermittel Der jüngste USDA-Bericht hat eine Korrektur im Sojakomplex der CBoT ausgelöst. In der Folge tendieren nun auch am regionalen Markt für Futtermittel die Forderungen des Handels für Soja- und Rapsschrot deutlich schwächer. Die Handelstätigkeiten gehen nur zögerlich über den dringenden Bedarf hinaus, Händler empfehlen jedoch das herabgesetzte Preisniveau auch für die längerfristige Deckung zu nutzen. Die günstigeren Proteinkomponenten zeigen am Mischfuttermarkt erste Auswirkungen, signifikante Preisabschläge sind zuerst bei den Eiweißergänzern zu erwarten.
Kartoffeln Nach dem guten Ostergeschäft ist die Nachfrage nach Speisekartoffeln wieder etwas gesunken. Mit der der laufenden Spargelsaison ergänzt frühe Mittelmeerware zunehmend die Sortimente. Immer wieder stoppt wechselhaftes Wetter die Pflanzungen der Anschlusssorten. Letzte Woche wurden die Bestände frostschutzberegnet. Bisher meldeten die Erzeuger lediglich auf unberegneten Flächen leichte Frostschäden. Die Preise bleiben auf Vorwochenniveau. Die Tendenz der Ab-Hof-Verkaufspreise bleibt fest.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 15/2021