Markttelegramm KW 2

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Nach einem umsatzstarken und zufriedenstellenden Weihnachtsgeschäft läuft der Fleischabsatz nach dem Jahreswechsel wieder normalisiert an. Die Nachbestellungen im Metzgereigeschäft haben nur begrenzten Umfang, aber in der Zerlegung besteht größerer Deckungsbedarf. Das Erzeugerangebot hat sich insgesamt spürbar ermäßigt, in der Folge werden Schlachtkühe und Jungbullen fester bewertet.
Schlachtschweine Am Schlachtschweinemarkt haben sich über die kurzen Schlachtwochen an den Feiertagen Angebotsüberhänge gebildet. Trotz der Preiskorrektur vor Weihnachten und florierender Exporte, erwarten Marktbeteiligte nur knapp behauptende Markttendenzen für die laufende Schlachtwoche.
Ferkel Auch nach dem Jahreswechsel hält der Trend am Ferkelmarkt an. Das überschaubare Angebot trifft nach wie vor auf eine rege Nachfrage. Somit können sich die festen Notierungen vorerst durchsetzen.
Nutzkälber Da in der 1. KW 2020 keine Kälber aus RLP gehandelt und erfasst wurden, stiegen die Stückzahlen in der 2. KW deutlich an. Es hätten noch mehr Tiere gehandelt werden können, aber zur weiteren Vermarktung fehlten etliche Tierpässe. Der Markt zeigt sich aufnahmefähig, die Preise tendieren jedoch unverändert.
Eier/Geflügel Erwartungsgemäß ist die Eiernachfrage zum Jahreswechsel abgeschwächt; die umsatzstärkste Zeit ist nun vorüber. Der LEH ordert verhaltener Ware, die Bestellungen aus der Produktenindustrie sind kontinuierlich. Das Eierangebot ist bislang noch umfangreich, die Preise tendieren schwächer. Die Produktpalette am Geflügelmarkt wird zurzeit wieder auf übliche Ware umgestellt, Saisongeflügel ist nicht mehr im Fokus der Verbraucher. Hähnchen, Puten und Althennen werden zu stabilen Preisen offeriert.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Lebhaftere Exportgeschäfte und feste Vorgaben der Terminmärkte verschaffen dem Getreidemarkt einen freundlichen Start ins neue Jahr. An den regionalen Erfassungslägern läuft der Handel nur sehr verhalten an, die Futtermischer sind gut versorgt, Mehlmühlen nur sporadisch am Markt und die Exportimpulse zu weit entfernt. Auf Erzeugerseite wird auf weiter steigende Preise gebaut und eingelagerte Ware wird eher zurückgehalten. Immerhin ziehen auch die Erzeugerpreise für Brot- und Futtergetreide auf nomineller Basis weiter an. Braugerste findet kaum Abnehmer und die Notierungen verharren auf schwachem Niveau. Raps nach Vorgaben der Matif und festen Pflanzenölpreisen mit weiteren Kurssprüngen. Physisches Neugeschäft kommt mangels Angebot jedoch auch kaum zustande.
Futtermittel Nach dem lebhaften Futtermittelabsatz zum Jahresende, gehen die Umsätze nun erwartungsgemäß deutlich zurück. Der Anschlussbedarf wird nur kurzfristig gedeckt, größere Engagements sind bei den Unsicherheiten durch ASP und internationale Politik nicht zu erwarten.
Kartoffeln Das Angebot an Speisekartoffeln bleibt gleichermaßen reichlich. Die Nachfrage hat leicht angezogen, so dass die Preise auf dem Niveau gehalten werden können. Die Qualitäten können bislang als gut bezeichnet werden. Französische Anbieter bleiben derzeit noch im LEH vertreten.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
Landwirtschaftskammer – LW 2/2020