Markttelegramm KW 21

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Am Schlachtrindermarkt zeigen sich erste Anzeichen für eine Stabilisierung der pandemiebedingten Absatzeinbrüche. Die Lockerungen in der Gastronomie und die flotte Verbrauchernachfrage im LEH nehmen zumindest in Teilbereichen den ärgsten Druck im Fleischgeschäft. Fehlende Exportmöglichkeiten lasten jedoch weiter auf den Vermarktern. Bei fortwährend verhaltenem Erzeugerangebot können sich auch in dieser Woche die Auszahlungspreise nur knapp behaupten.
Schlachtschweine Die Stimmung am Schlachtschweinemarkt hellt sich auf und die Angebotsüberhänge bauen sich sukzessive ab. Durch den fehlenden Schlachttag in der laufenden Woche bleibt das Erzeugerangebot gut ausreichend, so das mit zumindest stabilen Auszahlungspreisen gerechnet werden kann.
Ferkel Die Lage am regionalen Ferkelmarkt hat sich etwas stabilisiert. Die in der Vorwoche nach unten korrigierten Preise halten in der Berichtswoche ihr Niveau. Das durchschnittliche Ferkelangebot kann gut vermarktet werden, Angebot und Nachfrage sind ausgewogen.
Nutzkälber Unveränderte Marktlage, die Preise verharren auf niedrigstem Preisniveau. Dem regional weniger umfangreichen Angebot steht eine unverändert schwache Nachfrage gegenüber. Gefragt sind nur bessere Kreuzungskälber.
Eier/Geflügel Die Nachfrage am Eiermarkt zieht an, die Bestellmengen des LEH fallen entsprechen höher aus. Biound Freilandeier werden gut nachgefragt, auch Bodenhaltungseier verzeichnen wieder einen stärkeren Absatz. Die Preise konnten sich etwas festigen. Der Geflügelfleischmarkt ist uneinheitlich. Die Vermarktung am LEH läuft zwar kontinuierlich, in den übrigen Marktsegmenten hat sich jedoch ein Überangebot aufgebaut. Niedrigpreisig offerierte Importware drückt auch auf die Preise für heimische Ware.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der Bestandsaufbau am globalen Weizenmarkt und verbesserte Ernteaussichten in wichtigen Anbauregionen der EU haben zu leichten Preiskorrekturen an den Präsenzbörsen geführt. Regional waren die Regenmengen an vielen Standorten bei weitem nicht ausreichend und die Ertragserwartungen bleiben verhalten. In der Folge finden die Gebote des Handels für die neue Ernte nur wenig Interesse auf Erzeugerseite, vor allem für Qualitätsgetreide bleibt das Ernterisiko zu hoch. Die Restmengen an alter Ernte lassen sich schlank auf leicht reduzierter Preisbasis platzieren. Rapskurse mit fester Tendenz.
Futtermittel Pandemiebedingte Einbrüche bei der Wertschöpfung in der tierischen Produktion führen zu sehr verhaltenen Dispositionen am regionalen Markt für Futtermittel. Ölschrote stehen weiterhin unter Preisdruck, die enge Versorgunglage für Rapsschrot hält an. Der Mischfuttermarkt bleibt fortwährend impulslos und von schwachen Umsätzen auf die vorderen Termine bestimmt.
Kartoffeln Immer mehr Handelsketten im LEH listen deutsche Speisekartoffeln der Vorjahresernte aus. Demzufolge wächst das Angebot an Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum. Erste kleine Mengen Pfälzer Frühkartoffeln wurden für den Frischemarkt gerodet. Als Startpreis im Ab-Hof-Verkauf werden 1,90 - 2,00 €/kg genannt. Abgereifte Frühware könnte ab KW 24 bereitstehen. Die Preise bleiben unverändert.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 21/2020