Markttelegramm KW 25

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Trotz saisonal rückläufiger Verbrauchernachfrage, stabilisiert sich der Schlachtrindermarkt zusehends. Das Erzeugerangebot hat sich über alle Kategorien weiter ermäßigt und lässt sich mittlerweile wieder reibungslos absetzen. Die Erzeugerpreise können sich demnach auf der zuvor deutlich herabgesetzten Basis gut behaupten.
Schlachtschweine Der Fleischabsatz am Schlachtschweinemarkt hat sich über Impulse im Grillsortiment leicht belebt. Das nicht zu umfangreiche Erzeugerangebot konnte auch in den verkürzten Schlachtwochen schlank abgesetzt werden. Vermarkter rechnen mit festerer Preisentwicklung für die laufende Woche.
Ferkel Am regionalen Ferkelmarkt stehen sich Angebot und Nachfrage weitestgehend ausgeglichen gegenüber. Etwas Belebung im Handel wird vermeldet. Die Preise bleiben auf Vorwochenniveau.
Nutzkälber Nach den Preisrücknahmen für Nutzkälber in der Vorwoche, gehen auch in der laufenden Berichtswoche die Notierungen weiter zurück. Die Nachfrage der Mäster ist verhalten.
Eier/Geflügel Der Eiermarkt präsentiert sich ausgewogen. In der Feiertagswoche waren die Bestellungen aus dem LEH lebhafter, im Wochenverlauf pendelt sich die Verbrauchernachfrage auf saisonüblichem Niveau ein. Das Angebot ist bedarfsdeckend, die Preise bleiben unverändert. Geflügelfleisch wird gut nachgefragt, besonders Grillartikel stehen hoch im Kurs. Die Auszahlungspreise ziehen erneut leicht an.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten In den Frühdruschgebieten wird im Wochenverlauf mit dem ersten Gerstendrusch gerechnet. Neben der klassischen Wintergerste wird dieses Jahr auch verstärkt Sommerbraugerste zum Erntebeginn angedient; die Aussaat im Herbst (Martinsgerste) etabliert sich zunehmend. Erfasser im Süden rechnen auf den leichten Standorten mit schwachen Korngewichten, ansonsten wird weiter von durchschnittlichen Ertrags- und Qualitätswerten ausgegangen. Die Handelsaktivitäten sind nach deutlichen Kursverlusten an den Börsen und entsprechend schwächeren Offerten der Erfasser weitgehend eingestellt worden. Zuletzt sind nur noch wenige Abschlüsse für die neue Ernte in die Bücher genommen worden
Futtermittel Im Vorfeld der neuen Ernte entwickelt sich Preisdruck für Futtergetreide und Rapsschrot, doch die Mischfutterpreise korrigieren nur sehr verhalten. Sojaschrot bleibt weiter fest bewertet und Konsum und Handel decken nur den vorderen Bedarf. Auf dem Großteil des Grünlands ist mindestens der erste Schnitt, meist unter optimalen Bedingungen, eingefahren worden. Die Erträge liegen deutlich unter Vorjahresniveau.
Kartoffeln Die Nachfrage nach Kartoffeln wird durch hohe Temperaturen ausgebremst. Erste abgereifte deutsche Frühkartoffeln rücken in die Sortimente. Alterntige Ware spielt praktisch keine Rolle mehr. In den Regionen ohne Beregnungsmöglichkeiten leiden die Feldbestände unter der Trockenheit. Preise unverändert zur Vorwoche.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 25/2022