Markttelegramm KW 25

Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Gegenüber der Vorwoche hat das Angebot am Schlachtrindermarkt zwar wieder etwas zugenommen, regional wird dennoch von knappen Mengen berichtet. Insgesamt kann der Bedarf aber gedeckt werden, weshalb die Preise auf unverändertem Niveau liegen. Der Handel mit Schlachtkühen läuft ebenfalls zügig, die vorhandenen Tiere lassen sich ohne Probleme absetzen.
Schlachtschweine Am Schlachtschweinmarkt kam es in der letzten Woche zu einer deutlichen Rücknahme des VEZG Preises um 10 Cent auf nunmehr 1,50 €. Der Fleischmarkt zeigt sich für die Nachfrage reichlich versorgt, auch weil spanisches Schweinefleisch nach dem ASP Ausbruch verstärkt im europäischen Raum verbleibt. An der Schweinbörse führte die Preisrücknahme am Freitag zu einem geräumten Angebot, die jüngste Auktion endete mit zwei von drei gehandelten Partien.
Ferkel Die deutliche Preisrücknahme bei den Mastschweinen in der letzten Woche hat den Druck auf die Ferkelpreise nochmal erhöht. Entsprechend wurde die Preisempfehlungen und Notierungen für die laufende Woche um weitere 8 Euro reduziert.
Nutzkälber Stabile Preise am Schlachtrindermarkt stützen die Preisentwicklung für Nutzkälber. In der laufenden Woche können sich die Preise für gut mastfähige Kälber behaupten, das Angebot ist stetig und der Handel verläuft unverändert flott.
Eier/Geflügel Der deutsche Eiermarkt entwickelt sich weiterhin uneinheitlich; während die Konsumnachfrage auf Ladenstufe für die Jahreszeit ungewöhnlich flott verläuft, entwickelt sich auf Großhandelsebene zunehmend Angebotsdruck über billige Ost-Importe. Mit dem Absatzschwerpunkt in den regionalen LEH bleibt die heimische Eierproduktion preisstabil und auf hohe Produkt- und Qualitätsmaßstäbe fokussiert. Geflügelmarkt bei schleppendem Start der Grillsaison ohne Absatzimpulse. Erzeugerpreise für Hähnchen und Puten stabil, Schlachthennen etwas schwächer.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die Terminmärkte für Getreide stehen weiter unter Druck. Gute Ernteaussichten, Zeichen geopolitischer Entspannung und hohe Eindeckung der Verarbeiter lassen im Vorfeld der Ernte die Notierungen sinken. Ölsaaten werden von fallenden Rohölpreisen betroffen, der regionale Handel senkt in der Folge seine Offerten für alle Produkte der kommenden Ernte. Für Nacherntetermine werden weiter Aufgelder genannt, in der Tabelle ausgewiesen sind ausschließlich Ex-Ernte Termine.
Futtermittel Am regionalen Markt für Futtermittel bleiben die Umsätze bei rückläufigen Forderungen des Handels verhalten und weiter auf den prompten Bedarf beschränkt. Erst mit einer deutlicheren Kurskorrektur bei Ölschroten wird mit stärkerem Engagement für spätere Termine gerechnet. Auch für Mischfutter bleibt die Nachfrage überschaubar, kurz vor Erntebeginn werden ebenfalls Preisrücknahmen erwartet.
Kartoffeln Die Notierung für Frühkartoffeln hat begonnen, die ersten Meldungen liegen unter dem Niveau der Vorjahre. Speisefrühkartoffeln aus heimischer Produktion erobern bereits zunehmend die Regalplätze im LEH. Importe aus Israel und Ägypten stellen noch das Gros am Sortiment, aber auch die Pfälzer Grumbeere sind in vielen Märkten schon gut verfügbar. Alterntige Ware wird weiter reduziert, vielfach wurde sie bereits ganz aus dem Programm genommen.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 25/2026