Markttelegramm KW 25

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Die Versorgung des Schlachtrindermarkts mit Kühen bleibt bundesweit weiter knapp, in der Folge bieten auch regionale Vermarkter höhere Auszahlungspreise für die Erzeuger. Jungbullen und Metzgerfärsen bei stetigem Fleischgeschäft mit behauptenden Notierungen.
Schlachtschweine Am Schlachtschweinemarkt herrschen weitgehend ausgeglichene Tendenzen bei fortgesetzt unterdurchschnittlichem Erzeugerangebot. Im Rahmen weiterer Lockerungen der Pandemiebeschränkungen hoffen Vermarkter auf weitere Absatzimpulse über Gastronomie und Tourismus.
Ferkel Am regionalen Ferkelmarkt stehen sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Die Preise verbleiben in der laufenden Woche stabil auf der bisherigen Basis.
Nutzkälber Infolge des unverändert begrenzten Angebotes und der stetigen Nachfrage durch Kälbermäster tendieren die Preise stabil bis leicht fester. Gefragt sind gut mastfähige Qualitäten.
Eier/Geflügel Ausgeglichener Eiermarkt. Die Verbrauchernachfrage ist lebhaft, der Bedarf von Gastronomie und Gemeinschaftseinrichtungen nimmt weiter zu. Insgesamt überschreitet der Verbrauch an Eiern den Durchschnitt des Vorjahres. In Teilbereichen bleibt das Angebot knapp, die Preise wurden nur für XLWare etwas angehoben. Hähnchen- und Putenfleisch ist reichlich am Markt vorhanden, der Absatz eher verhalten. Das Grillgeschäft steht witterungsbedingt derzeit nicht im Fokus der Verbraucher. Die Preise geben nach, lediglich Schlachthennen mit leicht anziehenden Notierungen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Verbesserte Ernteaussichten nach den teils ergiebigen Niederschlägen und neue USDA-Zahlen zur globalen Versorgungslage führen zu leichtem Preisdruck für Brot- und Futtergetreide. Regional verläuft der Handel an den Landlägern in ruhigen Bahnen, die Silos sind weitgehend geräumt und die Nachfrage nach Kontrakten für die neue Ernte ist seitens der Landwirtschaft gering. Für Braugerste bestehen nach wie vor keine Absatzmöglichkeiten, die Notierungen bleiben ausgesetzt. Raps bei verhaltenen Ernteaussichten und stabilen Vorgaben der Matif mit fester Preisentwicklung.
Futtermittel Nach einer deutlichen Korrekturphase pendeln sich die Kurse für Ölschrote auf herabgesetzter Basis ein. Am regionalen Markt für Futtermittel bleibt das Kaufinteresse in der Landwirtschaft begrenzt. Mischfutter vor allem im Bereich der Protein-Ergänzer mit Preisrücknahmen, auch hier wird vorrangig von der Hand in den Mund gelebt. Thema in der Branche ist die schwache Grundfutterversorgung nach der anhaltenden Trockenheit im Frühjahr. Teilweise wurden schwache Getreidebestände mit dem ersten Schnitt einsiliert. Ein großer Teil der Heuernte wurde schon eingefahren, hier wird teils von Ertragseinbußen von über 50 % berichtet. Steigende Preise am Raufuttermarkt sind die Folge.
Kartoffeln Die Nachfrage nach Speisefrühkartoffeln ist meist zufriedenstellend. Der LEH wird mittlerweile vorwiegend mit spanischer Ware versorgt. Herkünfte aus Israel und Ägypten laufen langsam aus. Das Preisniveau für Importware sinkt. Ende dieser Woche kommt abgereifte, lose Ware aus der Pfalz umfangreicher in den Handel. Verbraucherpreise sind relativ stabil.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 25/2020