Markttelegramm KW 26

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das hohe Lebendviehangebot in den Schlachtbetrieben ist aufgrund coronabedingter Auflagen kaum noch zu verarbeiten. Obwohl der Absatz funktioniert, müssen die Stückzahlen gedrosselt werden. Das Metzgereigeschäft verläuft kontinuierlich, die Erzeugerpreise für Kühe und Färsen konnten sich in der laufenden Woche recht gut behaupten, Jungbullen dagegen im Preis schwächer.
Schlachtschweine Am Schlachtschweinemarkt führt der coronabedingte Ausfall eines großen Schlachtbetriebes zu Angebotsverschiebungen. Das bestehende Erzeugerangebot wird vielfach nur verzögert seine Abnehmer finden. Trotzdem gehen Vermarkter von behauptenden Notierungen für die laufende Woche aus.
Ferkel Am hiesigen Ferkelmarkt stehen sich Angebot und Nachfrage weiterhin ausgeglichen gegenüber. Die Preise verharren in der Berichtswoche auf dem Niveau der Vorwoche.
Nutzkälber Der regionale Nutzkälbermarkt wird weiter durch die stetige Nachfrage aus der Kälbermast gestützt. Das Erzeugerangebot bleibt begrenzt und die Preise tendieren nochmals leicht fester.
Eier/Geflügel Die Verbrauchernachfrage nach Eiern ist ungebrochen. Der LEH nimmt rege Ware aus dem Markt. Insbesondere Bio- und Freilandeier bleiben knapp und gesucht. Im Großen und Ganzen stehen sich Angebot und Nachfrage im Wochenverlauf ausgeglichen gegenüber; kaum Preisvarianz. Die Nachfrage nach Geflügel ist stetig. Hähnchenfleisch im Preis stabil, die Notierungen für Putenteilstücke stehen durch Importe aus Polen unter Druck. Althennenpreise fest.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten In den Frühdruschgebieten des Landes melden Erfasser die ersten Vormuster druschreifer Wintergerstenbestände. Spätestens in der nächsten Woche wird auf den frühen Standorten mit dem Erntebeginn gerechnet. Vielfach wird mit zufriedenstellenden Erträgen gerechnet, die Bestände haben eher unter den Spätfrösten gelitten, als unter der Trockenheit im Frühjahr. Nach schwächeren Vorgaben der Terminmärkte und den verbesserten Ernteaussichten, werden die Erzeugerpreise für Brot- und Futtergetreide weiter nach unten korrigiert. Die Rapsbestände präsentieren sich landesweit sehr heterogen; in Erwartung begrenzter Erntemengen und nach festen Vorgaben der Ölmärkte ist mit anhaltend festen Notierungen zu rechnen.
Futtermittel Der Ölschrotmarkt stabilisiert sich weiter und die Forderungen des regionalen Futtermittelhandels für Soja- und Rapsschrot befestigen sich. Mischfutter wird weiterhin nur sehr verhalten nachgefragt und spätere Termine bleiben vernachlässigt. Bei der allgemein schwachen Grundfutterversorgung rechnen Marktbeteiligte jedoch spätestens nach der Ernte mit Absatzimpulsen.
Kartoffeln Vollsortimenter bewerben zunehmend heimische Frühkartoffeln. Discounter setzen noch auf Importware. Die Marktversorgung erfolgt noch überwiegend mit spanischen Herkünften. Daneben gibt es noch Restbestände aus Israel und Ägypten. Der Handel will aber zügig auf deutsche Frühkartoffeln umstellen, mit flächendeckendem Angebot ab KW 27. Die lose Vermarktung abgereifter pfälzischer Frühkartoffeln beginnt unter dem Preisniveau des Vorjahres.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 26/2020