Markttelegramm KW 26

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Der Absatz am regionalen Schlachtrindermarkt gestaltet sich fortwährend schleppend, Ferien in NRW und der Hochsommer drücken auf das Geschäft an der Ladentheke. Bei gleichzeitig gedrosseltem Erzeugerangebot können sich die Auszahlungspreise jedoch auf herabgesetzter Basis stabilisieren.
Schlachtschweine Die Seitwärtsbewegung am Schlachtschweinemarkt hält an. Das Angebot ist klein, aktuell sinken zudem die Schlachtgewichte. Gefragt sind vorrangig Grillartikel, die Nachfrage stagniert auf schwachem Niveau. Aus Gründen der Auslastung reduzieren Schlachtunternehmen Schlachttage und - zeiten. Wie in der Marktgrafik unten verdeutlicht, drücken rückläufige Exporte und nachlassender Konsum die Schweinefleischerzeugung in der EU auf das Niveau von 2015.
Ferkel Am Ferkelmarkt bleibt es bei knapp ausreichendem Angebot und einem zügigen Handel. Auch auf dem erreichten Niveau ist die Nachfrage stabil, entsprechend werden auch für die laufende Woche unveränderte Preise erwartet.
Nutzkälber Die Einstallungen in der Kälbermast für das Weihnachtsgeschäft laufen aus und damit scheint der saisonale Vermarktungshöhepunkt am regionalen Nutzkälbermarkt überschritten. Trotzdem lässt sich das eher knappe Erzeugerangebot zu meist stabilen Preisen flott absetzen.
Eier/Geflügel Der Preisdruck am Eiermarkt hält an, Ferien in NRW und Hochsommer limitieren den Bedarf auf Ladenstufe. Herdenwechsel und Mausertätigkeit drosseln das Angebot auf Erzeugerseite. In der regionalen Vermarktung tendieren die Erzeugerpreise jedoch weiter vergleichsweise stabil. Am Geflügelmarkt scheint der Zenit der Grillsaison überschritten, vereinzelt entsteht Preisdruck für Hähnchen und Puten.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten In den Frühdruschgebieten hat die Ernte 2023 bereits begonnen, erste Futtergerste, Winterbraugerste und Erbsen werden gedroschen und angedient. Qualitäten und Erträge sind heterogen. Der Handel konnte bislang nur vergleichsweise geringe Mengen mit Vorverträgen durchhandeln. Bei weiterhin verhaltenem Interesse der Verarbeiter ergibt sich eine breite Spanne an gemeldeten Erzeugerpreisen, die derzeit äußerst volatilen Terminmärkte geben nur wenig Orientierung. Braugersten werden mit deutlichem Abstand zur Futtergerste besprochen, Qualitätsweizen mit nur geringen Prämien.
Futtermittel Im Vorfeld der Ernte verlaufen Nachfrage und Handel am regionalen Markt für Futtermittel sehr ruhig. Futtergetreide steht bald günstig und umfangreich zur hofeigenen Verwertung zur Verfügung. Ölschrote bei volatilen Rohstoffmärkten nur für den dringenden vorderen Bedarf nachgefragt.
Kartoffeln Das Angebot an Frühkartoffeln wird zunehmend festschaliger, die Palette im LEH beständig verbreitert. Heimische Ware löst die Importe zunehmend ab. Die Erträge sind unterdurchschnittlich, die Preise stabil. Aufgrund der ausbleibenden Niederschläge ist eine Beregnung vor der Ernte notwendig, die Qualitäten sind zufriedenstellend. Bei der aktuellen Witterung schwankt der Absatz tageweise, der Ferienbeginn in NRW wird die Nachfrage belasten. Angebotsüberhänge werden nicht erwartet.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 26/2023