Markttelegramm KW 36

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Bei mittlerem Angebot können sich am Rindermarkt insbesondere die Preise für R3-Jungbullen und auch gute Schlachtfärsen weiter befestigen; demgegenüber stehen Schlachtkühe und Färsen in Verarbeitungsqualität zunehmend unter einem gewissen Preisdruck.
Schlachtschweine Die erhofften Impulse beim Handel mit Schweinefleisch bleiben weiter aus. Der VEZGVereinigungspreis wurde in der 35. KW erneut gesenkt. Eine Belebung im Fleischhandel ist dadurch allerdings nicht erkennbar. Die Lage bleibt weiterhin angespannt; eine weitere Preissenkung steht jedoch aktuell nicht zu erwarten.
Ferkel Am Ferkelmarkt bleibt die Nachfrage ruhig; bedingt durch die schlechten Schweinepreise. Nicht überall findet das Angebot Absatz, die Preise geben erneut deutlich nach.
Nutzkälber Das aktuelle Angebot lässt sich am Markt gut platzieren. Die Preise können sich regional wie überregional gut behaupten. Gefragter bleiben gut mastfähige Kälber, bevorzugt aus der Kreuzung mit Fleischrinder.
Eier/Geflügel Mit dem Ferienende ist die Eiernachfrage leicht angestiegen. Das Angebot hingegen ist eher knapp; dazu trägt auch das schwache Preisniveau der vergangenen Wochen und die Verteuerung der Futtermittelpreise bei. Vor allem Eier aus Kleingruppenhaltungen sind gefragt und am Markt kaum verfügbar; die Preise können sich leicht befestigen. Der Geflügelmarkt präsentiert sich uneinheitlich. Es werden stagnierende Verkaufspreise gemeldet; Preiskorrekturen nach unten und oben sind aber möglich.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die Grundtendenz der Preise für Getreide aller Arten bleibt fest und bewegt sich unverändert auf hohem Niveau; unbefriedigende Weizen-Ernteergebnisse in Frankreich und eine aktuell sehr gute internationale Nachfrage nach Brotgetreide trägt mit dazu bei. Der Handel sieht eine eher knappe Versorgung mit Brotgetreide im laufenden Wirtschaftsjahr 2021/22 voraus; die Erzeugerpreise tendieren von daher auch in Zukunft eher stabil. Die Rapspreise setzen ihren Höhenpflug fort; mitunter sollen auch schon Teile aus der Ernte 2022 vermarktet worden sein.
Futtermittel Sämtliche getreide- und proteinhaltigen Futtermittel tendieren fortgesetzt stabil; befeuert von den sich weiter befestigenden Getreide-, Raps- und Sojaschrot-Preisen; auch die Raufutter-und Silomais-Preise können ihr Preisniveau behaupten.
Kartoffeln Reichliches Angebot aus allen Erzeugerregionen. Erzeugerpreise erheblich unter Druck. Verbrauchernachfrage ist saisonbedingt sehr ruhig. LEH mit Werbeaktionen sorgt für besseren Absatz.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 36/2021