Markttelegramm KW 4

Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Die Nachbestellungen am regionalen Schlachtrindermarkt sind gelaufen und der Bedarf der Schlachtereien ebbt etwas ab. Das Erzeugerangebot bleibt in weiten Teilen dennoch knapp und Vermarkter müssen insbesondere für weibliche Kategorien weitere Preisaufschläge akzeptieren. Jungbullen bei gedrosselter Nachfrage noch gut behauptend.
Schlachtschweine Die Überhänge am Schlachtschweinemarkt werden sukzessive abgebaut. Noch ist die Versorgung umfangreich, trotz wieder aufgenommener Auktionen der Internetbörse und abgesenkter Mindestpreise kam noch kein Handel zustande. Starke Stückzahlen und hohe Schlachtgewichte regulärer Andienungen lassen aktuell noch keinen Raum für weitere Partien.
Ferkel Am Ferkelmarkt haben sich Angebot und Nachfrage in Folge der Preisrücknahmen der letzten Woche deutlich angeglichen. Auf der nun abgesenkten Preisbasis werden stabile Preise erwartet, für positive Entwicklungen bedarf es einer Festigung der Schweinepreise.
Nutzkälber Der Absatz mit Nutzkälbern verläuft stetig, regional werden witterungsbedingt etwas niedrigere Gewichte bei den Tieren gemeldet. Dem entsprechend müssen erzeugerseitig vermehrt Preisabschläge hingenommen werden. Gut mastfähige Tiere bleiben jedoch weiter gesucht, hohe Schlachterlöse erhöhen die Einstallbereitschaft in den Mastbetrieben.
Eier/Geflügel Der deutsche Eiermarkt bleibt fortgesetzt von hoher Konsumnachfrage und knappen Beständen in Industrie und an Packstellen geprägt. Zudem werden anstehende Herdenwechsel und der fortlaufende Abbau der Legehennenhaltung in Holland zu weiteren Angebotsengpässen führen. Regional lassen sich im Rahmen neuer Lieferverträge mit dem LEH teils signifikante Preiserhöhungen durchsetzen, das Ei erfreut sich gerade bei jungen Konsumenten einer großen Beliebtheit. Der Absatz am Geflügelmarkt hat sich zuletzt belebt, das Standartsortiment steht wieder im Fokus der Verbraucher, die Erzeugerpreise tendieren auf breiter Basis fest.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Der Handel am regionalen Getreidemarkt verläuft fortgesetzt schleppend, Mühlen und Mälzereien sind dauerhaft gut versorgt und frühestens ab dem 2. Quartal wieder am Markt. Auch die neue Ernte wird mehr besprochen als gehandelt, die Offerten des Handels fallen gegen die vorderen Termine weiter ab. An den Landlägern stehen somit die Abwicklung bestehender Lieferkontrakte und das kleine Bedarfsgeschäft an die Mischfutterindustrie im Vordergrund. Die Notierungen zeigen nach etwas festeren Vorgaben der Börsen zu Wochenbeginn eine leicht festere Tendenz.
Futtermittel Am regionalen Markt für Futtermittel weiten sich die Prämien für prompte Rapslieferungen aus, die Verfügbarkeit bleibt weiterhin eingeschränkt. Sojaschrote können sich nur knapp behaupten. Mischfutter bei verhaltener Nachfrage nach den jüngsten Preisanhebungen ohne weitere Aufschläge.
Kartoffeln Am Kartoffelmarkt ist das Angebot aus den Überschussgebieten weiterhin drängend, die Umsätze im LEH typisch für die Jahreszeit. Der Frostperiode wird keine marktrelevante Reduzierung der Angebotsmenge zugesprochen. Die Ladenpreise sind im Vergleich zum niedrigen Niveau der Erzeugerpreise außerhalb von Aktionen immer noch hoch. Direktvermarkter berichten von ruhigem Geschäft.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 4/2026