Markttelegramm KW 4

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das Erzeugerangebot am heimischen Schlachtrindermarkt nimmt leicht zu, deckt jedoch den abnehmenden Bedarf der Vermarkter noch immer nicht vollständig. Vor allem der coronabedingt hohe Krankenstand drosselt die Verarbeitungskapazitäten der Schlachtstätten. Trotzdem lassen sich auch in dieser Woche weitere Preisaufschläge über alle Kategorien durchsetzen.
Schlachtschweine An den großen schweinefleischverarbeitenden Unternehmen ist der Personalmangel noch gravierender. Selbst das derzeit überschaubare Lebendviehangebot lässt sich nicht mehr ohne Reibungsverluste vermarkten. Die desaströse Erlössituation könnte sich für die Erzeuger im Wochenverlauf weiter verschärfen.
Ferkel Die Nachfrage- und Angebotslage am hiesigen Ferkelmarkt ist ausgeglichen. Dennoch pendeln im Sog der fallenden Schlachtschweinenotierungen auch die Ferkelpreise um einen Euro zurück.
Nutzkälber Das am regionalen Nutzkälbermarkt zur Verfügung stehende Angebot an Tieren ist eher klein und kann problemlos abgesetzt werden. Die Preise tendieren insgesamt stabil, allenfalls für gute Qualitäten können Aufpreise erzielt werden.
Eier/Geflügel Die Lage am Eiermarkt ist freundlich, die Nachfrage auf Ladenstufe kontinuierlich. Die Verarbeitungsindustrie signalisiert Kaufinteresse, hält sich aber noch mit umfangreicheren Bestellungen zurück. Insgesamt bedarfsdeckendes Eierangebot zu stabilen Preisen. Der Geflügelsektor schaut mit Sorge auf die Entwicklung der hohen Futterkosten sowie der Geflügelinfluenza. Verbraucher müssen sich auf eine Erhöhung der Vermarktungspreise einstellen. Hähnchenmarkt fest, Putensektor abwartend.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Nach den deutlichen Korrekturen in der Vorwoche, haben sich die Weizenkurse an der Matif wieder gefangen. Die hohen Preisschwankungen an den Terminmärkten lassen sich im regionalen Getreidehandel kaum abbilden. Die Abgabebereitschaft für die überschaubaren Restmengen in Erzeugerhand nimmt bei niedrigen Offerten weiter ab. In dieser Woche ziehen die Erzeugerpreise für Brot- und Futtergetreide wieder an, die Aufschläge für Qualitätsware sind deutlich höher als für schwache Futterqualitäten. Die Rapskurse für die alte Ernte konsolidieren sich weiter, die neue Ernte notiert vergleichsweise stabil bei stetigem Kontraktgeschäft mit der Erzeurgerhand.
Futtermittel Bei weiter fallenden Notierungen für Raps- und Sojaschrot hat sich die Nachfrage am regionalen Markt für Futtermittel spürbar belebt. Auch spätere Termine rücken wieder in den Fokus. Am Mischfuttermarkt halten die Forderungen des Handels das extrem hohe Niveau. Volatile Rohstoffmärkte und teure Einzelkomponenten lassen kaum Spielraum für nennenswerte Preisnachlässe.
Kartoffeln Die Nachfrage nach Speisekartoffeln läuft der Saison entsprechend normal. In der Pfalz wurden zum Wochenende Preiskorrekturen für Kistenkühllagerware durchgesetzt. Für Premiumware konnten, wie auch im Rheinland, Zuschläge von 4 €/dt realisiert werden. Abpacker haben ihre Preise der Marktsituation entsprechend angepasst. Mit Auswirkungen auf die Verbraucherpreise wird gerechnet.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 4/2022