Markttelegramm KW 41

Nach dem Login können Sie hier weitere Marktnotierungen herunterladen.
Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Die Lage am regionalen Schlachtrindermarkt bleibt angespannt und die pandemiebedingten Einschränkungen bei den westlichen Anrainern erschwert den Fleischabsatz zusätzlich. Vor allem Schlachtkühe geraten hierdurch unter Preisdruck. Immerhin verläuft das Inlandsgeschäft stabil und Jungbullen können sich bei einem flotten Metzgereigeschäft gut im Preis behaupten. Das Erzeugerangebot nimmt zu.
Schlachtschweine Der doppelte Krisenverlauf (Covid 19, ASP) sorgt für massive Verwerfungen am Schlachtschweinmarkt. Eingeschränkte Vermarktungsmöglichkeiten und das zunehmende Erzeugerangebot bedingen erhebliche Angebotsüberhänge und die Gefahr einer weiteren Abwertung der Schweinepreise.
Ferkel Die schwierige Lage am heimischen Ferkelmarkt hat auch in der Berichtswoche Bestand. Die Preise verbleiben unverändert auf der niedrigen Basis.
Nutzkälber Ausgesprochen ruhige Marktlage am Kälbermarkt, die Preise verharren auf dem niedrigen Preisniveau der Vorwoche. Gefragter sind gut mastfähige Tiere, bevorzugt aus der Kreuzung mit Fleischrindern.
Eier/Geflügel Die Situation am Eiermarkt zeigt sich zweigeteilt. Die Käufe im LEH sind stetig und eine Belebung deutet sich an, Verarbeitungsware ist hingegen umfangreich vorhanden. Gesucht sind weiterhin XLEier. Die Angebotsdecke an Freilandeiern hat sich inzwischen auch verknappt. Die Notierungen für sortierte Ware zogen etwas an, Verarbeitungsware tendiert schwächer. Der Verkauf von Geflügelfleisch übertrifft derzeit das Vorjahresniveau. Hähnchenfleisch wird zu festen Preisen gut nachgefragt, der Putensektor steht weiter unter Druck. Der Absatz von Suppenhennen hat sich belebt.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Internationale Nachrichten bedingen weiter feste Kurse an den Terminmärkten. Auch am regionalen Getreidemarkt ziehen die Erzeugerpreise in der laufenden Woche nochmals an. Neugeschäfte bleiben jedoch immer noch die Ausnahme. Die Mühlenindustrie ist bis auf weiteres gut versorgt und die sporadischen Fuhrengeschäfte beschränken sich auf den stetigen Bedarf der Futtermischer. Die Maisernte verläuft witterungsbedingt stockend und mit sehr heterogenen Ertragswerten. Die Herbstbestellung ist weit vorangeschritten, die jüngsten Niederschläge verbessern die Aussaatbedingungen erheblich. Raps wird ebenfalls fester bewertet und die Nachfrage zieht an.
Futtermittel Die Forderungen des Handels für Soja- und Rapsschrot tendieren in der aktuellen Woche weiter stabil. Wie auch beim Mischfutterhandel beschränkt sich das Interesse von Konsum und Handel wegen der ASP-Problematik nur auf den vorderen Bedarf.
Kartoffeln Der Kartoffelhandel meldet weiterhin einen ruhigen Marktverlauf. Corona bedingt fehlen noch entsprechende Absatzwege, insbesondere durch Gastronomie und sonstigen Außer-Haus-Verzehr. Auf beregneten Flächen sind die Rodungen beendet, auf unberegneten steht die Haupternte kurz vor dem Abschluss. Der Umfang überregionaler Lieferungen steigt an. Preise auf Vorwochenniveau.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
 – LW 41/2020