Markttelegramm KW 44

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Das hohe Preisniveau am Schlachtrindermarkt stößt zunehmend auf Wiederstand bei den Schlachtunternehmen. Auch regional klagen Vermarkter über schwache Margen und stark begrenzte Preisspielräume. Nichtsdestotrotz bleibt das Erzeugerangebot weiter knapp und im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft erscheinen vor allem für Jungbullen weitere Preissteigerungen möglich.
Schlachtschweine Die Absatzlage am deutschen Schlachtschweinemarkt bleibt kritisch. Im Fleischhandel fehlen die Impulse und das Erzeugerangebot übersteigt fortwährend die Nachfrage. Dabei nehmen vor allem im Nordwesten die Überhänge weiter zu und die Erzeugerpreise verharren auf niedrigem Niveau.
Ferkel Flaute am Ferkelmarkt. Das große, regionale Angebot findet kaum Abnehmer. Hohe Futterkosten und Verkaufserlöse auf niedrigstem Niveau, veranlassen die Mästereien, freie Stallplätze nicht zu belegen.
Nutzkälber Das verfügbare Angebot an Nutzkälbern kann die Nachfrage nur knapp decken. Entsprechend flott konnten die Tiere am Markt platziert werden. Die Preise für Fleckvieh und hochwertige Kreuzungskälber können durchweg als behauptend bewertet werden.
Eier/Geflügel Am Eiermarkt beginnt nun die absatzstärkste Jahreszeit. Die Weihnachtsbacksaison steht in den Startlöchern. Dennoch lässt der Aufschwung weiter auf sich warten. Das gut bedarfsdeckende Angebot findet zwar stetig Abnehmer, von einer deutlichen Nachfragebelebung kann jedoch keine Rede sein. Die Preise konnten sich trotz allem leicht festigen. Viele Angebotsaktionen kurbeln die Nachfrage am Geflügelsektor an. Vor allem die Herbstpalette rückt in den Fokus der Verbraucher. Zum Martinsfest wird vor allem mit Gänsen geworben. Die Notierungen für Hähnchen, Puten und Suppenhühner bleiben unverändert, Wassergeflügel mit festeren Preistendenzen.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Bei fortgesetzt festen Vorgaben an den internationalen Märkten, bleibt die Geschäftstätigkeit am regionalen Getreidemarkt durch die verhaltene Abgabereitschaft auf Erzeugerseite begrenzt. Die Offerten des Handels ziehen für alle Produkte zwar wiederum deutlich an, doch die Abgeber spekulieren auf weiter steigende Preise. Der Liquiditätsbedarf ist in vielen Betrieben wegen oftmals zurückgestellter Betriebsmittelkäufe noch nicht so hoch. Im Vordergrund steht weiterhin die Abwicklung bestehender Lieferkontrakte, bei schwieriger Transportlogistik.
Futtermittel Während die Forderungen des regionalen Handels für Sojaschrot leicht rückläufig sind, legen die Kurse für Rapsschrot über alle Termine zu. Getrieben von der Preishausse an den Rohstoffmärkten muss auch bei Mischfuttermitteln mit anhaltend fester Preistendenz gerechnet werden.
Kartoffeln Die Nachfrage ist saisonüblich. Einkellerungsaktionen liefen nicht ganz so erfolgreich wie erhofft. Die Ernte ist praktisch abgeschlossen. Übergebietlich wird noch Feldware geliefert. Hierzulande wurden die Läger geöffnet. Speiseware erzielt einen Lagerzuschlag von 4 €/dt. Qualitätsbedingte Absortierungen steigen etwas an. Die Lagerstabilität wird teils skeptisch beobachtet. Die Verbraucherpreise sind bis dato noch stabil.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
Landwirtschaftskammer – LW 44/2021