Markttelegramm KW 44

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Tierische Erzeugnisse
Schlachtrinder Die aktuelle Verschärfung der Coronakrise bleibt nicht ohne Auswirkung auf den Schlachtrindermarkt. Schlachtungen und Verarbeitung laufen nur mit begrenzten Kapazitäten und die Fleischgeschäfte verlaufen stockend. Regional können sich die Erzeugerpreise bei verhaltenem Erzeugerangebot und stetigem Metzgereigeschäft knapp behaupten.
Schlachtschweine Am deutschen Schlachtschweinemarkt wachsen die Angebotsüberhänge weiter an; Exporteinschränkungen und reduzierte Schlachtkapazitäten bleiben Auslöser für die anhaltende Krise. Der heimische Fleischmarkt zeigt sich trotzdem robust und die Erzeugerpreise verharren weiter auf niedrigem Niveau.
Ferkel Die Situation am regionalen Ferkelmarkt gestaltet sich weiterhin schwierig. Die Aufnahmebereitschaft der Mäster ist nach wie vor verhalten, das verfügbare Ferkelangebot übersteigt die Nachfrage. Die Preise tendieren auf niedrigem Niveau seitwärts.
Nutzkälber Das am regionalen Markt zur Verfügung stehende Angebot an Nutzkälbern reicht gut zur Deckung des Bedarfs aus. Die Preise ab Hof tendieren auf dem niedrigen Niveau der Vorwoche. Die coronabedingten Unsicherheiten bremsen die Vermarktung jedoch aus.
Eier/Geflügel Keine einheitliche Tendenz am Eiersektor zu verzeichnen. Der Absatz im LEH ist zwar rege aber es fehlen Bestellungen aus der Produktenindustrie. Insbesondere bleiben Bio- und Freilandeier gefragt. Die Preise sind stabil. Am Geflügelmarkt werden Hähnchenteile und Suppenhennen verstärkt nachgefragt, dagegen kaum Impulse bei Putenfleisch. Die Preise verharren auf dem Niveau der Vorwoche.
Pflanzliche Erzeugnisse und Futtermittel
Getreide und Ölsaaten Die Erfasser am regionalen Getreidemarkt passen ihre Gebote den festen Vorgaben der Präsenzbörsen weiter an. Trotz der teils attraktiven Offerten für Brot- und Futtergetreide und der steigenden Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft, bleibt das Neugeschäft überschaubar. Die Mühlen sind bis zu den Anschlussterminen im neuen Jahr gut versorgt und die Mischfutterindustrie deckt nur den vorderen Bedarf. Braugerste kann in dem festen Umfeld auch weiter Boden gut machen, am Markt agiert jedoch vorwiegend die zweite Hand. Raps weiter gesucht und fest bewertet.
Futtermittel Bedarf und Nachfrage nach Proteinträgern haben sich spürbar belebt. Das weiterhin hohe Preisniveau für Raps- und Sojaschrot beschränkt die Geschäftstätigkeiten auf die vorderen Termine. Auch am Mischfuttermarkt bleibt der prompte Bedarf im Fokus von Konsum und Handel. Bei steigenden Rohstoffkosten ist mit Preisanpassungen zu rechnen.
Kartoffeln Aufgrund leicht gestiegener Nachfrage läuft das Tagesgeschäft etwas lebhafter. Überschussgebiete haben immer noch Schwierigkeiten ihre Erntemengen am Markt zu platzieren. Überregionale Erzeugerpreise bleiben daher unter Druck. Für heimische Lagerware wurden Zuschläge von 2,00 €/dt vereinbart. Wegen der schwierigen Marktlage prognostiziert die NEPG eine erhebliche Reduzierung der Kartoffelanbauflächen im nächsten Jahr. Die Verbraucherpreise bleiben meist unverändert.
Quelle: Landwirtschaftskammer
Blick in den Markt
Landwirtschaftskammer – LW 44/2020